Führt die IoT-Vernetzung zu „nationalen Schollen“?

Einige Zeit nach der Veröffentlichung von Fünf Thesen nun wieder ein im Sinne eines Worts zum Sonntag gedachten Beitrag, der über die Robotik hinausschauen soll.

In der Wirtschaftswoche war kürzlich zu lesen, dass der Roboterbauer Kuka, seitdem er von Chinesen übernommen wurde, deutlich weniger Aufträge von den deutschen Autohersteller oder auch anderen High-Tech-Betrieben erhält. Diese hätten Angst, dass ihre Daten nach China wandern.
Ähnliches habe ich als Geschäftsführer eines Startups mobile Bildverarbeitung schon gehört. Wir sind stolz darauf und werben damit alles mit dem Handy Messen, Erkennen und Analysieren zu können, doch mancher Industriekunde sagt: „Toll, aber könnt Ihr das auch mit normalen Kameras? Wir wollen nicht, dass Apple heimlich Kopien der Fotos erhält.“

Diese Woche wurde nun der Verdacht geäußert, dass in chinesischen Computerchips Spionagesoftware enthalten sein könnte (Link).

Mein Fazit hieraus: Im Sinne der Datensicherheit wird dem Nachbarn vertraut, den man kennt oder zumindest glaubt einschätzen zu könnnen. Der Nutzen von IoT (z.B. auch Geldersparnis) wird zum Teil aufgegeben (Kuka erhält nicht den Auftrag, dafür ein teurerer Anbieter) um die eigenen Daten zu schützen. Problematisch wird es allerdings bei Groß-Investitionen wie 5G. Aktuell soll hierfür die Infrastruktur bei Huawei (China) eingekauft werden. Alternativ kämen US-amerikanische Anbieter in Frage. Ein europäisches Komplett-Angebot gibt es noch nicht, weshalb die FDP einen „Digialen Airbus“, also ein länderübergreifendes Unternehmen, fordert.

 

 

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