fbpx

Rozum Robotics – Cobots aus Weißrussland – stattet 100 Cafés aus

In Weißrussland beheimatet und in den USA mit einer Niederlassung vertreten ist die Firma Rozum. Ende Mai 2019 erhielt Rozum zudem die EU-Zertifizierung.

Ursprünglich Hersteller von Servomotoren bietet sie auch zwei leichte Cobots an. Neben ihrem geringen Gewicht besteht ihr Vorteil im eher niedrigen Preis (18.990 US-$ bzw. 22.490 US-$). Der Pulse 75 hat eine Reichweite von 75 cm bei einer Traglast von 4 kg, der Pulse 100 faßt 90 cm und 3 kg. Die Lebensdauer wird übrigens mit 35.000 h angegeben. Rozum stellt auf der Hannover Messe aus. Vermutlich ist solch ein „exotischer“ Roboter allenfalls für einen Masseneinsatz interessant, z.B. Umstellung einer kompletten händischen Bearbeitung auf MRK.

Eine entsprechend bemerkenswerte Referenz ist der Einsatz in 100 ukrainischen Cafés der Kette Frans:

Das Beispiel zeigt einmal mehr, auch in Niedriglohnländern lohnen sich Cobots. Hier die Machbarkeitsstudie:

Das Buch „Einführung in die Mensch-Maschinen-Kollaboration“ gibt Ihnen für wenig Geld einen guten Überblick in die Welt der Mensch-Roboter-Kollaboration. Der Autor dieses Blogs steht für einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung zur Verfügung (Detail) um dann konkrete Cobot-Vorschläge incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten.

Eine Anekdote aus dem Leben des Autors: Als Student schrieb ich für eine Fachzeitschrift des Handelsblatt-Verlages. Damals, kurz nach der Ost-Öffnung, witterten Investmentbanker das große Geschäft in Weißrussland. Also luden sie alle Redakteure, die bei drei nicht auf einem Baum waren, zu einem All-inclusive-Flug nach Minsk, der Hauptstadt Weißrusslands, ein. Wir sollten das Land kennenlernen und so die Neugierde für die anstehende Privatisierung wecken. Die Regierung entschied sich aber um, die Privatisierung kam nicht, das Land änderte sich ordnungspolitisch bis heute kaum und die M&A-Firma ging wenige Jahre später pleite. Immerhin kam ich so als eher minderbemittelter Student zu einem kostenlosen Abenteuer-Urlaub.