fbpx

Strategien für den Markteintritt

Der Cobot-Markt soll sich binnen 5 Jahren verzehnfachen. Daher könnte ein Markteintritt, also i.S. Angebot von Cobots i.w.S., von Interesse sein. Ich selber habe übrigens an diesem äußerst komplexen Projekt mitgearbeitet und entwickle es weiter.

In den vergangenen Monaten sind verschiedene neue Anbieter von Robotern der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) in den Markt eingetreten. Bei diesen Robotern handelt es sich bekanntlich um Geräte, die ohne Zaun mit dem Menschen zusammenarbeiten können und auf Grund ihres niedrigen Preises eine Amortisationszeit von i.d.R. etwa 200 Tagen haben. Teilweise waren es etablierte Unternehmen, teilweise Startups – bisweilen finanziert von etablierten Unternehmen (im Fall von Automata sogar vom Robotik-Konzern ABB).

Nun, ich denke den x-ten Cobot zu entwickeln und anzubieten macht wenig Sinn – auch im Hinblick auf die Kosten der Markteinführung. Durch die Vorlaufphase (Entwicklung, Zertifizierung) würden zudem schnell 2-3 Jahre vergehen – viel Zeit bei Cobots. Der Markt dürfte sich mit der zu erwartenden Einführung zum Jahreswechsel von hybriden Cobots (Cobots integriert in autonom fahrende Roboter) differenzieren. Dennoch bieten sich verschiedene Strategien an um vom allseits prognostizierten hohem Wachstum partizipieren zu können:

  • Import von Cobots. Ist man im MRK-Bereich aktiv, kann man wählerisch sein. Ist das eigene Unternehmen noch nicht am Cobot-Markt aktiv, kann es am besten sein mit einer für die eigene Branche interessanten Lösung zu starten. Ein Hersteller von Industrie-Kaffeemaschinen könnte beispielsweise Rozum Roboter importieren.
  • Suche nach einer findigen Komplett-Lösung für die eigene Branche. Durch mein Netzwerk/ diesen Blog lerne ich immer wieder hoch-interessante Lösungen kennen, die noch nicht marktreif sind, dies aber bis Ende des Jahres sein werden. Durch die i.d.R. kurze Amortisationszeit erscheint folgende einfache Rechnung sinnvoll: Relevante Arbeitsplätze bzw. Maschinen, die profitieren, multipliziert mit einem 1 oder 2 Prozent (Marktdurchdringung, die auf Sicht von wenigen Jahren machbar erscheint) und schon ergibt sich ein guter Absatz.
  • Entwicklung einer Lösung für die Branche – am besten eine mobile Lösung mit bestehenden Geräten. Dieser Ansatz dürfte auch für größere Baumaterial-Zulieferer interessant sein. Wenn die Zahl der Handwerker stetig sinkt (Demographie), wie sollen dann noch mehr Fliesen verkauft werden können? Selbst bei guter Nachfrage wird der Absatz nicht steigen können. Große Baustoffkonzerne wie Sika investieren daher in Fliesen- oder Verputzroboter.

Das Video ist bereits fünf Jahre alt:

Mehr eine nette Idee als eine große Lösung ist diese Dienstleistung:

Gerne stehe ich Ihnen bei der Strategiefindung incl. Marktrecherche und dem Markteintritt zur Seite.  Große Powerpoint-Präsentationen sind von mir allerdings nicht zu erwarten.