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ABB erweitert Roboterfabrik in den USA

Eine weitere Pressemitteilung des Konzerns, der unverändert und intensiv in die Robotik investiert. Die anderen “Großen” tun dies auch, doch ist bei diesen der Informationsfluss nicht ganz so flüssig. Ich denke, die vorgestellte Invesition paßt einerseits zum Generalthema Personalmangel, dann aber auch zu den neuen Subventionen der USA (“America first” – “Inflation Reduction Act”).


  • Investition von 20 Millionen US-Dollar steigert Produktion in bestehendem Werk in Auburn Hills und stärkt Führungsposition von ABB auf US-Markt
  • Ausgebautes, hochautomatisiertes Werk schafft neue Arbeitsplätze im Bundesstaat Michigan
  • Erweiterungsbau mit modernster automatisierter Fertigungstechnologie soll im November 2023 eröffnet werden

Mit dem Baubeginn für die Erweiterung der nordamerikanischen Zentrale und Fertigungsstätte für Robotik in Auburn Hills in Michigan hat ABB heute ihr Bekenntnis zum US-Markt – einem ihrer größten Absatzmärkte – bekräftigt. Das Bauprojekt mit einem Investitionsvolumen von 20 Millionen US-Dollar wird voraussichtlich im November 2023 abgeschlossen. Die Erweiterung wird in der Region 72 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen und mit einem leistungsbezogenen Zuschuss in Höhe von 450.000 US-Dollar aus dem Michigan Business Development Program gefördert.

Unsere Investition ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der globalen Führungsrolle von ABB Robotics im Bereich der Entwicklung und Herstellung von wegweisenden Robotiklösungen in den USA für den amerikanischen Kontinent“, erklärte Sami Atiya, Leiter des Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation von ABB. „Die globalen Megatrends Arbeitskräftemangel, Unsicherheit, Near- und Reshoring der Produktion sowie das Streben nach nachhaltigerer Betriebsführung werden immer wichtiger. Vor diesem Hintergrund setzen Unternehmen verstärkt auf Automatisierung, um widerstandsfähiger zu werden und ihre Effizienz und Flexibilität zu erhöhen. Der Werksausbau trägt dazu bei, unsere Kunden in den USA und auf dem gesamten amerikanischen Kontinent besser zu bedienen und ihnen Zugang zu innovativen automatisierten Lösungen zu bieten.“

In einem guten Jahrzehnt wurden in den USA bereits 14 Mrd. investiert (Konzern ingesamt, nicht Robotic Division)

Seit 2010 hat ABB bereits 14 Milliarden US-Dollar in den USA investiert. Von der neuen Investition in die Zentrale und die Fabrik von ABB Robotics werden Kunden auf dem gesamten amerikanischen Kontinent profitieren, insbesondere in Wachstumssektoren wie Elektrofahrzeuge, Gesundheit, Verpackung und Logistik. Mit dem Ausbau, der die Produktionskapazität des Werks erheblich steigern wird, reagiert ABB auf die wachsende Nachfrage nach Automatisierung von 70 Prozent der US-Unternehmen, die ihre Produktion näher am Heimatmarkt ansiedeln wollen. Das ergab eine Umfrage von ABB Robotics unter 1.610 Führungskräften in den USA und Europa im Juni 2022.

Die ABB-Investition von 20 Millionen US-Dollar, die 72 Arbeitsplätze schafft, baut auf unserer wirtschaftlichen Dynamik auf und wird uns helfen, im Bereich Robotik und Automatisierung auch in Zukunft eine Führungsrolle zu spielen“, sagte Gretchen Whitmer, Gouverneurin von Michigan. „Dank Unternehmen wie ABB Robotics und der Unterstützung unserer lokalen Partner können wir weiterhin Jobs und Investitionen in alle Regionen unseres Bundesstaates bringen, Gemeinden neu beleben und die Wirtschaft der Zukunft aufbauen.“

Seit 2005 gibt es ABB-Roboter “Born in the USA”

1993 bezog ABB Robotics das knapp 50.000 Quadratmeter große Gebäude, in dem seit 2015 Roboter produziert werden. Damit war ABB Robotics das erste globale Unternehmen für Industrierobotik, das sich vollständig zur Roboterproduktion in Nordamerika bekannte. Durch die Erweiterung und den verstärkten Einsatz von Automationstechnik in der Fabrik entstehen neue Arbeitsplätze, die das ABB Robotics Packaging & Logistics Headquarters in Atlanta, Georgia, und den Robotics Lifesciences and Healthcare Hub im Texas Medical Center in Houston, Texas, unterstützen werden. ABB beschäftigt in Auburn Hills zurzeit 350 Mitarbeitende.

Insgesamt beschäftigt ABB in den USA mehr als 20.000 Mitarbeitende an über 40 Standorten.

Die erweiterte Anlage wird mit fortschrittlichster Technologie ausgestattet, und KI-fähige Roboter und intelligente digitale Produktionssysteme werden die Herstellung modernster Kundenlösungen unterstützen“, sagte John Bubnikovich, Leiter der Division ABB Robotics in den USA. „Nahezu jeder Aspekt des Standorts wird optimiert, um unsere Bemühungen um die Anwerbung, Bindung und Förderung der besten Köpfe im Automatisierungsbereich zu stärken. Gleichzeitig bauen wir ein Fertigungszentrum und eine Zentrale in den USA auf, die einem weltweit führenden Anbieter von Automationstechnik gerecht werden.“

Im Rahmen dieser Investition implementiert ABB neueste Digital- und Automatisierungstechnologien, um in den USA die nächste Generation von Robotern für den amerikanischen Kontinent herzustellen. Dabei werden der Lieferprozess gestrafft und die Vorlaufzeiten reduziert. Fast 90 Prozent der Roboter für Kunden in den USA, Kanada, Mexiko und Südamerika werden schon bald in Auburn Hills produziert. Anstelle herkömmlicher fest installierter Montagelinien werden im Werk flexible, modulare Fertigungszellen zum Einsatz kommen, die digital vernetzt sind und von intelligenten autonomen mobilen Robotern bedient werden. KI-gestützte Robotersysteme werden Aufgaben wie Schrauben, Montieren und Materialhandhabung übernehmen. So werden Mitarbeitende von diesen Aufgaben entlastet und können höherwertigeren Tätigkeiten nachgehen.

Das Video ist sieben Jahre alt.

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). Der Verfasser ist auch beratend tätig (Robotik, Tech & Finanzierung). Kaum jemand dürfte über eine vergleichbare Marktübersicht verfügen.