Arbeitsschutz – eine Parallele zur Covid-Pandemie

Bisweilen werden an dieser Stelle Sonntags Thesen formuliert, die gewagt erscheinen mögen.

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Erst ein Dringlichkeitsantrag der bayerischen FDP zur sofortigen Aufhebung der Maskenpflicht im Schulunterricht dürfte den hiesigen Ministerpräsidenten Söder dazu veranlaßt haben die Maskenpflicht nun endlich aufzuheben. (Erstklässer durften absurderweise nicht einmal ein Klassenfoto draußen machen.) Worum es geht? Kinder waren ohne Zweifel die Hauptleidtragenden der Pandemie. Lt. schweizer Verband der Kinderärzte sind sie durch Corona aber weniger gefährdet als beispielsweise durch eine Grippe (Link – gilt für Kinder, nicht für Erwachsene!).

Gerade in Bezug auf Kinder wurde der Begriff des Kollateralschadens häufig genutzt. Ist er auch auf unsere Cobots übertragbar? Ich denke schon. Der Arbeitsschutz ist unverändert hoch und dürfte so manchnen Einsatz von Cobots an ergonomisch nachteiligen Arbeitsplätzen verhindern. Letztlich werden Kollateralschäden (körperlicher Verschleiß) vom Gesetzgeber in Kauf genommen aus Angst, es könnte etwas passieren. Eine klare Parallele zur Pandemie.

Südkorea hat dies nun erkannt und prüft, wie die Bestimmungen angepaßt werden können bzw. ob soviel Vorsicht heute noch angebracht ist. Das Land denkt dabei aber weniger an Fertigungen sondern bereits an die nächste Stufe des Cobot-Einsatzes. Hybride Cobots könnten bei Umzügen mitanpacken etc. In Südkorea ein zunehmendes Thema ist auch der Einsatz von Cobots in Fast Food-Restaurants. Deren Küchen sind bekanntlich recht eng, so dass Cobot und Mensch sich permanent in die Quere kommen.

(Zum Beitragsbild: Nicht jeder interessiert sich für Politik. So auch nicht der Herr ganz links als vor vielen Jahren der damalige Bundespräsident Carstens durch die Duisburger Innenstadt ging.)

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