CNC: Automatischer Türöffner erleichtert Roboter-Einsatz

Die beiden “Super-Nerds” Lasse Kiefer und Peter Nadolny Madsen haben das nächste “Ding”. Zuletzt waren sie hier als neue Berater von Kassow Robots vorgestellt worden. Sie zeigen, dass in Zeiten der KI auch noch eher mechanische Lösungen ihren Platz haben. Nachfolgend zunächst die Pressemitteilung und dann der Verweis auf weiteres Automatisierungspotenzial bei CNC.

Made4CNC

Ein neues dänisches Unternehmen hat jetzt ein weit verbreitetes, aber bisher ungelöstes Problem der Metallindustrie gelöst. Made4CNC hat die weltweit erste vollautomatische Türöffnerlösung entwickelt, die in weniger als einer Stunde an jede CNC-Maschine montiert werden kann. In Maschinenfabriken beseitigt der Türöffner ein wichtiges Hindernis bei der automatischen Teilezuführung. Unter dem Namen Safedoor SD100 bringt Made4CNC sein erstes Produkt jetzt offiziell auf den Markt, aber mehrere Endanwender und Einzelhändler haben bereits von diesem Problemlöser Wind bekommen und sich die Technik zu eigen gemacht. Zum Team hinter Made4CNC gehört ein für „Roboter-Disruption“ bekanntes Kleeblatt: Thomas Visti, Lasse Kieffer und Peter Nadolny.

Status quo

Heute wird erst ein Bruchteil der industriellen CNC-Maschinen automatisch mit Teilen beschickt. In den meisten Maschinenfabriken der Welt öffnen und schließen menschliche Bediener die schweren Maschinentüren alle paar Minuten von Hand. Im Maschinenbau sind Automatisierung und Wettbewerbsfähigkeit so gut wie gleichbedeutend. Aber die Investition in eine neue, vollautomatische CNC-Maschine oder die Aufrüstung eines älteren Modells kann ein Unternehmen sowohl praktisch als auch finanziell überfordern.

Automatisierung muss schneller gehen

Wenn CNC-Maschinen automatisiert werden müssen, bauen Systemintegratoren heute oft ihre eigenen, „handgestrickten“ Türöffner. Dies führt jedoch zu Fehlerrisiken, Ausfallzeiten und Gefahrensituationen, weil die Lösungen in der Regel Druckluft benötigen und weder standardisiert noch geprüft sind. Made4CNC begegnet dieser Schwierigkeit mit dem Safedoor SD100.

„Ein weltweiter Trend verlangt schnellere und umfangreichere Automatisierung, und dafür dürfen wir weniger Zeit für jede Installation aufwenden. Mit dem Safedoor SD100 haben wir ein Paket aus Sicherheit, Robustheit und Benutzerfreundlichkeit geschnürt, denn darin sehen wir den Schlüssel zu optimaler Produktivität. Die Einbindung kollaborativer Roboter in bestehende CNC-Maschinen ist sehr sinnvoll, da die Automatisierung vorhandener Maschinen für den Kunden ein geringes Risiko darstellt und sich schnell amortisiert“, sagt Peter Nadolny Madsen, CEO von Made4CNC.

Weltweite Expansion in Jahresfrist

Peter Nadolny Madsen gründete Made4CNC im Januar 2021 zusammen mit den Investoren Thomas Visti und Lasse Kieffer. Das Trio spielte eine Schlüsselrolle bei dänischen Robotik-Erfolgen wie Universal Robots, OnRobot, Purple Robotics und Mobile Industrial Robots.

Als Investor hat Lasse Kieffer sein profundes Technologieverständnis beigesteuert, während Thomas Visti seine Marktkenntnisse einbringt:

„Made4CNC versteht, wie so ein Prozess in Gang kommt. Es muss dabei eine Win-Win-Win-Situation für Endkunden, Mitarbeiter, Systemintegrator und Hersteller herauskommen. Daher erwarte ich, dass Made4CNC sich in den nächsten zwölf Monaten mithilfe von Roboterhändlern und Integratoren in den meisten Teilen der Welt etablieren wird.“

Stabile, sichere Türöffner

Beim Zahnradhersteller Randers Tandhjulsfabrik hat der Systemintegrator Nordelektro zwei Safedoor SD100-Türlösungen von Made4CNC installiert.

„Es dauerte weniger als eine Stunde pro CNC-Maschine, und es sind gute und stabile Türöffner“, erklärt Lars Bo Nielsen, Betriebsleiter der Randers Tandhjulsfabrik. 

Nordelektro hat den großen Vorteil, seinen Kunden nun einen standardisierten Türöffner anbieten zu können, der als „Fertiglösung“ konzipiert ist: „Der Safedoor SD100 ist eine Komplettlösung und macht die Arbeit mit der Automatisierung einfach. Das ist ein großer Vorteil für uns als Systemintegratoren. Wir brauchen keine Handstände zu machen und haben ein minimales Projektrisiko“, sagt Jesper Storm Simonsen, Vertriebsleiter bei Nordelektro.

Bessere Arbeitsabläufe und ‑bedingungen

Made4CNC hat gerade seinen ersten US-Wiederverkäufer, Thinkbot Solutions, unter Vertrag genommen: „Mit dem Safedoor SD100 wird die Arbeit eines Maschinenbeschickers wesentlich angenehmer und stressfreier, und der Arbeitgeber kann die Arbeitsabläufe optimieren. Andere haben erfolglos versucht, einen benutzerfreundlichen Türöffner zu entwickeln. Made4CNC ist das vollständig gelungen. Ich habe mich für den Vertrieb des Safedoor SD100 entschieden, weil alle Aspekte wirklich gut durchdacht sind: Mechanik, Software und Sicherheit. Die Tatsache, dass der Safedoor SD100 UR+-zertifiziert ist und wie die Robotergreifer von OnRobot und Robotiq über eine URCap verfügt, ermöglicht die nahtlose Integration mit den kollaborativen Robotern von Universal Robots. Die gesamte Bedienung kann über das Programmierhandgerät des Roboters erfolgen“, sagt Direktor Philip Courtois.

Es besteht noch weiteres Automatisierungspotential

David Reger, CEO von Neura Robotics, hat kürzlich auf die kognitiven Fähigkeiten seines Maira-Cobots verwiesen (Link). Als Beispiel nannte er das automatische Erkennen einer Betriebslampe. Dieses und vieles mehr kann auch Opdra, die erste Software, die Bildschirme und die Umgebung lesen bzw. erkennen kann. Hierdurch werden teuere Schnittstellen umgangen. Wem Maira zu viel kostet oder seinen bestehenden Roboter (muß kein Cobot sein) aufrüsten mag oder auch die Prozesse ausführen mag, die von Infos des Bildschirms abhängig sind, dem sei Opdra zum kostenlosen Testen empfohlen. Mehr als eine übliche Kamera und ca. 3 Stunden Zeit für die Installation und die Definition der relevanten Bildschirm-Segmente werden nicht benötigt. Korrekterweise auch an dieser Stelle der Hinweis, dass ich VisCheck, das Münchner Startup, das Opdra entwickelt hat, vertete und es hier nicht nur um einen Tipp, sondern auch um Werbung handelt. Im Gegenzug ist so der Erhalt der Testversion umso einfacher. Einfach eine Mail an mich.

So kann es gehen:

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