Qualitätskontrolle: Röntgen mit dem Cobot

Das tschechische Unternehmen Radalytica hat ein Röntgen-System auf den Markt gebracht. Radalytica’s Robotic Imaging System RadalyX beinhaltet zwei Universal Robots. Der erste Roboterarm hält eine Röntgenröhre, der zweite hält den Bilddetektor. Das Paar aus Röntgenröhre und Detektor kann sich frei um die Werkstückprobe bewegen und drehen. Da sich beide Roboter synchron bewegen, bleibt die gegenseitige Position von Röntgenröhre und Detektor stets gleich.

Mehr als Röntgen

Die, laut Raladytica, einzigartige Bildgebungstechnologie ‘RadalyX’ bietet eine leistungsstarke Plattform. Sie kombiniert mehrere Bildgebungsverfahren wie Röntgenstrahlen, Computertomographie und Ultraschall sowie Oberflächenprofilierung. Die neue Generation von Röntgenbildgebungsdetektoren bietet eine noch nie dagewesene Bildqualität mit einer räumlichen Auflösung bis in den Mikrometerbereich sowohl bei 2D- als auch bei 3D-Bildern.

Hohe Flexiblität

Im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten bietet die Integration von Bildgebungstechnologien auf sechsachsigen Roboterarmen die Möglichkeit einer großen Flexibilität in Bezug auf die Größe oder Form der Prüfprobe, so die Firma. Das System kann fortschrittliche Verbundwerkstoffe mit komplexen Krümmungen unter Verwendung von Ultraschallsonden und/oder Röntgenstrahlen prüfen.

Neben der Serienfertigung in den Bereichen Luftfahrt, Automotive oder Health kann RadalyX auch zur Überprüfung von Kunstwerken verwandt werden.

Diese Entwicklung bestätigt zumindest zwei meiner Thesen: Es kann mehr oder minder alles auf Cobots übertragen werden, wenn entsprechende Kreativität vorhanden ist (hier synchron laufende Röhre und Detektor) und dass es gerade östlich unserer Grenzen hochqualifizierte Robotik-Entwickler gibt.

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In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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