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Verpackung

Fallstudie: Big Bag / Bulk – Handling mittels Roboter

Einer der Vorteile der Robotik zusätzlich zu ihrer guten Amortisation besteht in ihrer Ergonomie. Schweres Heben führt zum körperlichen Verschleiß. Mit am schwersten zu handhaben sind für Menschen Big Bags, auch Bulk genannt. Dies gilt sowohl i.d.R. für ihr Gewicht wie auch die Körperbewegungen, die bei der Handhabung erfolgen. Kürzlich war ich bei einem Produktionsbetrieb. Dieser hatte vor vielen Jahren für viel Geld eine aufeinander abgestimmte Anlage errichten lassen. Am Anfang der Anlage steht ein Mischer, der ursprünglich das Material nur durch Silos erhielt. Im Laufe der Zeit wurde das herzustellende Produkt aber stetig modifiziert, auch als Folge von Umweltauflagen, so dass die Rezeptur (Stückliste) geändert wurde. Nun gibt es mehr Rohmaterialien/ Zutaten als Silos. Die Folge ist, dass Mitarbeiter mehr oder minder laufend Big Bags händisch entleeren müssen. Zeit nach Automatisierungslösungen mittels Robotik zu suchen.


Öffnen und Entleeren von Big Bags

FürLaien: Bei der Auswahl des passenden Roboters spielt hier neben seiner Traglast und Reichweite vor allem die Taktzeit eine große Rolle. Wird permanent entleert, macht wahrscheinlich ein klassischer durch Zäune abgetrennter Industrieroboter Sinn. Wird nur sporadisch ein Big Bag entleert und soll die Anlage weiterhin gut zugänglich sein oder aber sind die Raumverhältnisse sowieso zu beengt, wird ein Cobot umso interessanter. Die Sicherheit kann mit Lichtschranken, Radar und sonstiger Sensorik sichergestellt werden. Um grundsätzlich zu zeigen, wie einfach es gehen kann, insbesondere wenn von oben nach unten eingefüllt wird, ein Video (leider mit schrecklicher Musik):

Befüllen von Bulks

Hier gibt zwei vor allem drei Punkte zu berücksichtigen: Das Anreichen der leeren Säcke, dann die Befestigung an der Abfüllstation und der Verschluss des Bulks. Beispielhaft hier gelöst:

Palettieren von Big Bags

Das Palettieren von Waren ist mittels Standardlösungen auch auf Mietbasis möglich. Hier ein Beispiel von vielen. Es geht ggfs. natürlich auch platzsparender. Wichtiger erscheinen hier die übrigen Abläufe:

Fazit:

Auch nachträgliche Lösungen sind i.d.R. gut möglich. Der Investitionsbedarf ist ganz unterschiedlich. Je nach Aufgabe sind monatliche Ausgaben anstelle eines Einmalbetrages möglich. Dies gilt insbesondere für standardisierte Lösungen, die ggfs. vom Anbieter auch andersweitig wieder eingesetzt werden können. So oder so amortisiert sich Robotik i.d.R. sehr schnell und bietet zusätzlich weitere Vorteile wie Ergonomie und gleichbleibende Qualität.

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). Der Verfasser ist auch beratend tätig (Robotik, Tech & Finanzierung). Kaum jemand dürfte über eine vergleichbare Marktübersicht verfügen. Dank staatlicher Förderung besteht für KMU die Möglichkeit einer Betriebsbesichtigung mit konkreten Empfehlungen etc. zum Pauschalpreis von 1.500 € incl. Anreise.