Hannover Messe: Trotz Enttäuschung interessant

Im Nachgang zu der Veröffentlichung meldeten sich Branchenvertreter, die sehr zufrieden mit der Messe waren.

Dass eine virtuelle Messe keine Präzens-Messe ersetzen kann, war klar. Der Versuch der Hannover Messe das Internet als Plattform zu nutzen ist hingegen selbstverschuldet nicht erfolgreich. Die Website ist schwach. Verpaßte Livestreams können nicht sofort wieder abgerufen werden, sondern erst ab dem 19.04. (dann hat der Besucher dies aber vergessen) und vieles mehr ist alles nur nicht benutzerfreundlich.

Vielleicht mit der Vorahnung, dass es nicht so gut wird, haben sich namhafte Unternehmen der Robotik gar nicht erst angemeldet. Erstaunlicherweise fehlen auch jüngere Unternehmen wie Franka Emika (wird aber durch TQ repräsentiert) oder Neura Robotics. Aus den USA ist m.W. kein Robotik-Hersteller vertreten, dafür einige aus China und Korea. Überraschend fehlt Techman, ist das Unternehmen doch ansonsten offensiv unterwegs. Apropos Techman: Das Unternehmen emanzipiert sich offenbar stetig vom Omron-Vertrieb. Demnächst referiert Techman bei einer Veranstaltung von “Robotik und Produktion“. Omron, 2019 noch der Messe-Star mit seinem von Kanzlerin Merkel bestaunten Tischtennis-Roboter, fehlt ebenfalls.

Gerade die eher wenigen asiatischen Robotik-Hersteller bzw. -Zulieferer machen einen Besuch wiederum interessant. Einerseits erstaunt, dass viele erst nach 2015 gegründet wurden und dann können Startups so auch andere Einkaufsquellen (z.B. Servomotoren) entdecken. Zudem gibt es Anbieter, die hier völlig unbekannt sind, aber sprichwörtlich großes bewegen können (z.B. FTS bis 500 to).

Aus Süd-Korea wird eine Risikobeurteilung für Cobots angeboten:

Jedes Scheitern beinhaltet auch eine Chance: Sollte die Pandemie noch andauern, könnte Universal Robots als weiteres Geschäftsmodell eine eigene Robotik-Messe aufziehen. Die Wettbewerber könnten gegen Entgelt teilnehmen und von der ansprechenderen UR-Software profitieren.

J+K jetzt mit Leasing

Apropos Universal Robots: Jugard + Künstner, größter Distributor von Universal Robots, bietet in Kooperation mit Finanzierungspartnern jetzt ein individuelles Cobot-Leasing an. Dadurch können Betriebe die Vorteile der Automatisierung ohne großen Kapitalaufwand nutzen und schnell auf neue Geschäftschancen reagieren. Nach Eingabe der Daten, wie Cobot-Modell und Leasingdauer, bekommt man automatisch und sofort per E-Mail mitgeteilt, mit welchen monatlichen Kosten bei der Anschaffung eines kollaborativen Roboters zu rechnen ist, so die Mitteilung. Angebot wird auch das Leasing von mobilen Robotern, wie der Link zeigt.

Vernetzen wir uns? LinkedIn
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In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch.

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