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Serienfertigung (z.B. Kfz)

Ist Sony der weltbeste Roboter-Integrator?

Tom Green von der Asian Robotcis Review hat einen Artikel der Nikkei Asia aus dem Jahr 2020 aufgegriffen. In diesem wird die Sony-Fabrik im japanischen Kisarazu vorgestellt. In dieser wurde der damalige Kassenschlager von Sony, die PlayStation 4 hergestellt. (Danach erschien die PS5, die aber nur schwer verfügbar und deren Preis daher auf über 700 € gestiegen ist.) Die damalige Version, die PS4 wurde bereits über 100 Mio. mal verkauft. Die gut abgeschirmte Fertigung scheint mehr als interessant zu sein.


Screenshot aus dem Nikkei-Artikel. Rechts unten auf dem Band stehen die Konsolen.

31 Roboter und nur 4 Mitarbeiter fertigen im 30 Sekunden-Takt

Neben dem sicherlich perfekten Sondermaschinenbau leisten 31 Knickarm-Roboter von Mitsubishi Electric ganze Arbeit. Auf der 31,4 m langen Produktionslinie, so der Artikel aus Japan, die 2018 fertiggestellt wurde, kann alle 30 Sekunden eine Konsole fertiggestellt werden (rechnerisch 1 Mio. p.a.). Dabei sind immerhin acht Speichereinheiten zu montieren samt Verkabelung, die gesteckt bzw. verklebt werden müssen.

Zugute kommt Sony, dass bereits der erste Konstrukteur einer Playstation die Bedürfnisse einer Massenfertigung berücksichtigte.

Der Traum vieler Kinder und Erwachsener.

Analogien zu Deutschland

Liest man den Artikel, liegen Vergleiche zu Entwicklungen bei uns nahe. Aus dem Artikel: „Eine der Krönungen der Anlage ist der Einsatz von Robotern zur Befestigung von Drähten, Klebeband und anderen flexiblen Teilen an den Konsolen. Sechsundzwanzig von 32 Robotern im Werk Kisarazu widmen sich der Aufgabe und handhaben geschickt mit Materialien, die die meisten Roboter zu heikel finden würden.“ Hier geht es sicherlich um Varianzen wenn Kabel gefaßt und zusammengeführt werden müssen.

Screenshot aus dem Artikel

Ist dies nicht genau die Domän von Micropsi Industries? Die Berliner haben die Problematik ohne Frage gelöst. Aber greifen Sony oder Mitsubishi Electric (also der Roboterhersteller) auf eine Eigenentwicklung zurück ohne diese an Dritte verkaufen zu wollen? Nun könnte man meinen, dass hier eine Großserie vorliegt und man da den Aufwand erhöhen kann. Aber einige der ersten Referenzen von Micropsi betrafen gerade die Großserie.

So perfekt die Fertigung von Sony auch sein mag, es müssen offenbar nur relativ wenige und noch dazu größere Teile zusammengefügt werden. Dies unterscheidet die Konsolenfertigung von der Handy-Produktion. Diese soll ja erstmalig von Agile Robots automatisiert werden.

Letztlich verdeutlicht der Artikel was heute schon möglich ist. Die Implementierung dürfte entsprechend hochpreisig gewesen sein und läßt sich nicht so einfach wiederholen. Interessant wäre eine Antwort auf die Frage nach der Logistik. Wahrscheinlich kommen alle Teile, die verbaut werden, bereits fertig konfektioniert in KLT an. Bei uns müssen sie häufig noch aufwändig ausgepackt werden, wie das Beispiel Vorwerk zeigt. An der Linie selber sind auch nur 12 Mitarbeiter beschäftigt, bei längeren Taktzeiten.

(Beitragsfoto von Kento Awashima, Screenshot)

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät KMU rund um Robotik – bis zu 50% Förderung der Beratung sind möglich. Permanent auf der Suche nach interessanten Lösungen hat er schon hunderte Applikationen gesehen. Aus diesem Grund gehören auch Großunternehmen zu seinen Kunden, die zwar über Know how verfügen, aber nicht den gesamten Markt kennen. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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