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Ja zum Chief Robotics Officer?

Nachfolgend ein weiterer Beitrag aus der losen Reihe „Wort zum Sonntag“, die zum Diskutieren ermuntern soll.

Die beiden Universal Robots-ManagerTim DeGrasse, Business Development Manager,  und Joe Campbell, Senior Manager of Strategic Applications, empfehlen produzierenden Unternehmen die Schaffung der Stelle eines Chief Robotics Officer (CRO). Dieser soll Einsatzmöglichkeiten von Robotern identifizieren und für die Realisierung der Potentiale sorgen.

Die Funktion eines CRO sollte es ihrer Ansicht nach in Unternehmen aller Größe geben, also auch in KMU. Dort wird er sicherlich nicht CRO genannt werden müssen. Wichtig, gerade in größeren Unternehmen, ist seine Zuordnung im Organigramm – wem gegenüber berichtet er. Wichtig wäre zudem das Identifizieren von Automatisierungsprozessen mit schnellen Erfolgen und klarem ROI, so die die beiden Universal Robots-Manager.

Sicherlich macht es Sinn die Stelle eines CRO zu schaffen. Damit verbunden ist aber die Frage, welchen Background sollte die Person haben, die die Stelle besetzt. Sind sehr schnelle Erfolge das Thema, ist wahrscheinlich ein kommunikationsstarker Roboter-Fachmann eine gute Besetzung. Bei derart vermeintlich einfachen Automatisierungen wie der Schaffung einer automatisierten Verpackung etc. stellt sich zugleich die Frage, warum sie noch nicht realisiert worden ist.

Schwieriger erscheint die Hebung von Automatisierungspotenziale, die mittels der Vernetzung unterschiedlicher Technologien denkbar sind, für die es aber noch keine einfache Lösung gibt. Dies gilt auch, wenn deren ROI sehr gut ist. Bisweilen zu visionär wirkende Lösungen werden, so meine Erfahrung, von Robotik-Experten gar nicht erst verfolgt, da sie aufgrund ihrer Detailkenntnisse schnell große Schwierigkeiten sehen. Auch zweifle ich, dass sich Roboter-Experten an die „Heimholung“ einer ausländischen Fertigung wagen würden bzw. die Komplexität des Vorhabens überblicken können.

Geeigneter können hier technologie-orientierte Personen sein, die mit der Start-up-Kultur vertraut sind. Probleme werden dann als lösbar gesehen und neue Technologien – auch in der Robotik – werden gesucht.

Das Buch „Einführung in die Mensch-Maschinen-Kollaboration“ gibt Ihnen für wenig Geld einen guten Überblick in die Welt der Mensch-Roboter-Kollaboration. Der Autor dieses Blogs steht für einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung zur Verfügung (Detail) um dann konkrete Cobot-Vorschläge zu unterbreiten.