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Neuer Cobot von Schneider Electric: Made by Jaka China

Die Tage machte Schneider Electric, der mit rund 34 Mrd. Euro Umsatz größte französische Industriekonzern, in Deutschland auf seine Cobot-Familie names Lexium aufmerksam. Sie besteht aus fünf Modellen, die jeweils über 6 Freiheitsgeraden verfügen. Angeboten werden die Cobots bereits seit einem Jahr.


ModelReichweite in mmTraglast in kg
16263
29545
381912
4132712
5107318

Schneider Electric hatte bei der Vorstellung bereits darauf hingewiesen, dass man die Cobots “von einem Partner” bauen läßt. Tatsächlich scheinen sie von diesem Partner auch entwickelt worden zu sein. Es handelt sich offenbar – was die Hardware betrifft – um eine Handelsware. Die Software wurde anscheinend nicht übersetzt, sondern in weiten Teilen selbst entwickelt. Dies schreibt zumindest Schneider Electric. Denn Leximum ist nun integraler Bestandteil der übergreifenden Automatisierungsplattform Ecostruxure Machine. Schneider Electric bietet somit eine Palette incl. mobilen Robotern, wie wir sie in Deutschland auch von BoschRexroth (mit Kassow Robots) und bald auch Festo oder Beckhoff kennen.

Jaka-Coboter hat genau die gleichen Dimensionen

Zum Vergleich:

Normativer Zwang des Faktischen

Für einen Konzern aus einem Land in dem die Industriepolitik eine größere Rolle als bei uns einnimmt, ist das Labeln eines chinesischen Roboters mit der EU-Flagge sicherlich ein Widerspruch. Letztlich zeigt es, dass Schneider Electric den Cobot-Markt für sehr interessant hält, den Eintrittt in die Entwicklung aber verschlafen hat oder aber die Kosten/ Zeit für eigene Produkte scheut. Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass die Hardware austauschbar sein wird und es hier – Automatisierungsplattform – auf die Software ankommt. Dennoch verbleibt der Eindruck, dass es ohne chinesische Unterstützung zumindest kostenmäßig nicht geht.

Marktauswirkung

Für den deutschen Markt dürften die Cobots auf absehbare Zeit keine Bedeutung haben. Allerdings sind sie geeignet den französischen Markt quasi zu “sperren”. Verkaufen sie sich dort gut, werden sich deutsche – oder auch dänische – Anbieter schwer tun. Der franzöische Kunde wiederum zahlt sicherlich mehr, wenn er die Gewissheit hat, dass Schneider Electric hinter dem Produkt steht. Zudem dürfte die Automatisierungsplattform Vorteile bieten. Durch sie dürfte die Cobot-Familie auch Einzug in die Großindustrie erhalten.

Produktbeschreibung

Die Cobots sind sicherlich qualitativ gut. Dies schreibt Schneider Electric auf der Homepage über sie:

Eigenständiger Betrieb der Roboter

  • Der Roboter ist mit einer Steuerung verbunden, deren Programmierung durch den Bediener erfolgt
    • Bediener können Einstellungen ändern, ohne dass spezielle Robotik-Kenntnisse erforderlich sind
    • Drahtlose Tablet-Anbindung: Unterstützung von IOS, Android und Windows
    • Einfache Steuerung und Programmierung, einschließlich des Teach-Ins durch direkte manuelle Führung des Roboters.
  • Die Roboter sind mit Sicherheitsfunktionen ausgestattet und benötigen keine Schutzzäune oder andere industrielle Sicherheitseinrichtungen, wodurch die Kosten weiter gesenkt und gleichzeitig die Integrationszeit verkürzt werden kann
  • Große Auswahl an Controller-Feldbussen: TCP/IP, Modbus TCP, Modbus RTU, ProfiNet, Ethernet/IP
  • Die einfache Programmierung eines kollaborativen Roboters reduziert die Zeit und die Ressourcen, die für die Integration erforderlich sind, was die Investitionen in die Automatisierung reduziert.

Integration in eine komplette EcoStruxure-Maschinenlösung

  • Steuerungsintegration mit der Hardwareplattform der Motion Controller PacDrive LMC und Modicon M262. Konfiguriert mit der Software EcoStruxure Machine Expert.
  • Software-Integration
    • Integrationsschnittstelle zur Machine Expert-Roboterbibliothek
    • Integration in Machine Expert Twin für Simulation und digitalen Zwilling
    • Benutzerfreundliche Softwareschnittstelle.
    • Verfügbare vordefinierte Funktionsbausteine.
  • Integration der Kommunikation
    • Große Auswahl an Feldbussen über Ethernet für die Kommunikation mit Steuerungen (einschließlich SPS/IPC von Drittanbietern für den Systemansatz)
    • Integration von Automation Expert mit Motion der nächsten Generation

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