Robotics Festival: Networking par exellence

Im September 2021 fand zum erstenmal das Robotics Festival statt. Veranstaltet von Thomas Schulz und seiner Robot Valley Saxony war es in Dresden angesiedelt. Die Neuauflage erfolgte nun in Leipzig im Areal der vormaligen agra Landwirtschaftsausstellung. Die Halle war in den 70iger Jahren gebaut worden und damals mit 6.000 qm wohl eine der größten Messehallen der Welt.

Opdra

Format

Das im Vorjahr eingeführte Format wurde modifiziert und verbessert fortgeführt. Wie im Vorjahr bestand das Potential zum umfangreichen Networking. Einerseits weil ein Großteil der Robotik vertreten war und von dieser wiederum viele interessante Persönlichkeiten entsandt wurden. Vermißt habe ich nur einen Roboterhersteller. Alle anderen waren in irgendeiner Form zumindest zeitweise vertreten – teilweise durch Partner. Anders als im Vorjahr gab es nun weitaus mehr Raum, so dass man sich in weiterer Entfernung von den Vorträgen unterhalten konnte. Diese fanden wieder parallel auf drei benachbarten Bühnen auf englisch statt. Durch die Nutzung von Kopfhörern war die Konzentration auf den gewählten Vortrag gegeben.

Startups wurde wieder viel Raum gegegeben. Der Blog wird in der Folge über einzelne Startups separat berichten. Aus Polen war Jakub angereist, dessen Startup MAB Robotics im Blog bereits vorgestellt wurde.

Hochkarätiger kann kaum eine Robotik-Bühne besetzt sein. Links Dr. Susanne Bieller, IFR General Secretary, rechts Prof. Dominik Bösl, CEO Micropsi. Andere Personen werden im Bild vorgestellt.

Einordnung

Ein Teilnehmer stellte fest, dass der Name “Festival” treffend gewählt sei. Die Veranstaltung wäre weder eine reine Ausstellung noch ein typischer Kongress. Die Robotik mag sich selber gefeiert haben. Klar profitiert hat, wer Kontakt zu einem OEM, Investor etc. gesucht hat. Entsprechend zufrieden war ich, vertrete ich doch ein Startup, das gerade Kontakt zu Roboter-Herstellern und Integratoren sucht. In Leipzig hatte ich ein vielfaches an interessanten Kontakten als während der automatica.

Gefreut hat mich auch die Anwesenheit von Peter Meusel, den Agile Robots-Gründer am letzten Tag.

Warben für den Roboterführerschein: Olaf Gehrels und Christoph Ryll vom Deutschen Robotik Verband

Preisgespräche

Von einem Integrator sensibilisiert, fragte ich andere Marktteilnehmer ob folgende Aussage stimmen würde: Kunden im Norden sind als Folge der dort niedrigeren Gehälter wesentlich preissensibler als die in Süddeutschland – insbesondere um München oder Stuttgart. Diese Aussage wurde bestätigt mit “im Norden kommt daher bisweilen fruitcore zum Zug anstelle des zuerst angebotenen Premium-Cobots” oder “80% unserer Turnkey-Lösungen haben wir aus dem Grund im Großraum München und südlich davon verkauft – vielleicht ist dort unser Außendienst nur besser” oder auch “Stimmt und das Gleiche gilt in Südeuropa: Dort wird mehr auf den Preis als auf die Qualität geschaut” bzw. “in Skandinavien ist es wie in Süddeutschland, der Preis ist eher sekundär”.

Mich freut es doppelt. Einerseits kommt dieser Ansatz der 1.000.000 Roboter-Initiative des Robotikverbandes entgegen und dann hatte ich ähnliches bereits einem CEO vorgeschlagen, der es aber als zu spinnert ansah. Ein wenig rehabilitiert fühle ich mich jetzt schon.

Zielgruppe Feuerwehr und Katastrophenschutz. Gab es auch schon mit 5 (!) Universal Robots.

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In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät rund um Robotik. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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