Warum wir nicht auf Gas verzichten können

Zugegeben, das heutige Thema hat nichts mit Robotik zu tun. Außer vielleicht, dass Robotik Energie benötigt und nur bei einer produzierenden Wirtschaft eingesetzt und verkauft werden kann. Es geht aber letztlich um Existenzen. So sehe ich dies zumindest, wohne ich doch im Süden Münchens. Vielen Norddeutschen mag dies nicht so bewußt sein, aber hier gibt es noch immer ordentliche Winter. Kürzer als früher, aber doch einige Wochen mit besonderen Wetterereingissen. (Ausnahme der vergangene Winter 2021/22 – allerdings kann man m.W. z.B. in Bayerisch Zell jetzt noch immer Langlaufen). Um dies zu illustrieren einige Fotos.

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Das obige Foto zeigt den Schliersee, der 2017 derart zugefroren war, dass die Gemeindearbeiter mit Traktor und Auto auf ihn fuhren. Vorausgegangen war eine längere starke Kälteperiode – der See war zusätzlich einige Tage begehbar. Ohne Gas, hätten wir in dieser Zeit bestensfalls gefroren (mancher wäre erfroren). Definitiv wären Leitungen zerplatzt und beispielsweise das WC vereist.

Kirchsee (Bad Tölz) Februar 2021

Im letzten Jahr war zwar nicht der große Schliersee zugefroren, aber immerhin der Kirchsee. D.h. es war auch vor einem Jahr längere Zeit kalt. Hinter meinem Rücken wurde Eishockey gespielt und mehr. Der See war voll begehbar. Bevor Seen zufrieren, frieren Leitungen zu.

Warum Wind und Sonne keine Lösung sind

Keine Frage, wir brauchen regenerative Energien. Aber sie allein stellen keine Lösung dar. Einerseits hat nicht jeder eine Elektroheizung (Wärmepumpe) und andererseits gibt es immer wieder Peroden, in denen sowohl Wind wie PV keinen Ertrag bringen. Speichermedien um mehrere Tage im Winter zu überbrücken gibt es m.W. nicht. (Deswegen sah der BDI bislang die Notwendigkeit zum Bau von über 40 Gaskraftwerken.) Bei uns gibt es bisweilen Nordstau an den Alpen. (Immerhin wird es dann nur minus 1 Grad kalt und ncht eiskalt.) Dann sehen unsere Straßen so aus wie im Januar 2021 (einem ähnlichen Wetterphänomen fiel Ahrweiler zum Opfer – über Tage bewegten sich die Wolken nicht mangels Wind. D.h. es gab dort weder Strom aus Wind, noch aus Sonne.):

Unvergeßlich war natürlich der Januar 2019, in dem ich über Tage mein eingeschneites Auto nicht ausparken konnte. Am Alpenrand mußten die Dächer von der Schneelast befreit werden. Hier die Hauptstraße meines Wohnortes:

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Vormittags – 20,5 Grad

Das Foto datiert von 2012 und ist somit älter und noch dazu unscharf. Dennoch – 20,5 Grad, die Nacht war noch kälter und dann ohne Heizmöglichkeit? Wie sollen die Wasserleitungen im Haus dies überleben?

Fazit

Es ist zwar nicht jeder Winter hart, die Wahrscheinlichkeit ist aber groß. Ein weiteres Thema wäre, wie nicht russisches (Flüssig-) Gas nach Bayern kommen soll. Bayern ist heute mit Abstand größter Nutzer russischen Gases weil m.W. das Pipeline-System auf Russland ausgerichtet ist. Es gab m.W. bislang keine Notwendigkeit Gas von Norddeutschland nach Bayern zu transportieren. Die Graphik (Link) läßt nicht gerade große Kapazitäten von Nord nach Süd vermuten.

Finanzieren wir den Krieg?

Gewiß, wir überweisen Russland derzeit jeden Tag 200 Mio. Dollar. Aber benötigt Russland das Geld überhaupt zur Kriegsführung? Meinerseits ein klares Nein. Denn für den Krieg werden keine Devisen benötigt und somit braucht es Rubel zur Kriegsführung. Rubel sind für Russland kein Problem. Einerseits hat Russland lediglich eine Staatsverschuldung von unter 20% – kaum ein Euro-Land hat solch eine geringe Staatsverschuldung – und dann könnte es jederzeit Rubel drucken. Die EZB druckt seit über 10 Jahren eifrig Euro.

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