5G zur Erhöhung der Produktivität und Sicherheit

Vor zwei Jahren berichteten die Medien über ein Projekt beim Elektro-Autobauer e.Go Mobile AG. Das Unternehmen, ein Schwester-Unternehmen des StreetScooters der Post, befindet sich nach einer Insolvenz zwischenzeitlich im Besitz des griechischenn Staatsfonds. In Aachen arbeiteten seinerzeit Vodafone und Ericsson zusammen. Ziel war die vollkommende Vernetzung. Zudem sollte die Geschwindigkeit von Cobots möglichst lange hoch gehalten werden. Durch die dank 5G machbare kürzere Latenz wurde der Cobot erst abgebremst, wenn ein Mensch ganz nah zu ihm kam.

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Weiterentwicklung in den USA

Aus den USA gibt es nur eine Meldung, die eine Weiterentwicklung des Ansatzes darstellt. Vor allem eignet sie sich für richtig große Datenmengen, incl. dem Einsatz bis zu hunderter Roboter. Hierzu wird die ganze Fabrik in zahlreiche Mikrofabriken unterteilt. Jede einzelne muß funktionieren, agiert aber natürlich auch mit benachbarten Mikrofabriken.

Zusammen mit Hitachi und Georgia Tech hat Ericsson eine Lösung entwickelt, die darauf abzielt, die Produktivität von Cobots zu steigern, indem der menschliche Bediener die Arbeitslast teilen kann. Dies wird durch das schnelle, zuverlässige und sichere 5G-Kernnetzwerk von Ericsson erreicht . Dieses Netzwerk wird über eine ferngesteuerte Client-Anwendung konfiguriert, um sicherzustellen, dass die Interaktion zwischen dem Roboter und dem menschlichen Bediener sicher ist und der Roboter der Echtzeitführung folgt. Diese Lösung kann diesem Artikel entnommen werden (Link).

Nutzen für Unternehmen

Es gibt viele Vorteile für Unternehmen, darunter die Verbesserung und Ermöglichung flexibler, modularer und rekonfigurierbarer Anlagen (Mikrofabriken) und die Bereitstellung des Zugangs zu Automatisierungsdiensten und Robotertechnologie – die erforderlich sind, um die Aktionen jedes einzelnen Bestandteils nach Bedarf zu koordinieren. Damit Hunderte von Produktionseinheiten und -geräten die Effizienz von Netzwerk-Slices richtig nutzen und die Auswirkungen auf kritische Aufgaben reduzieren können, sind sowohl Präzision als auch garantierte Latenzzeiten erforderlich.

Dieser Anwendungsfall gilt nicht nur für Elektronikhersteller (bisher die größten Nutzer von Mikrofabriken), sondern auch für jede Branche, die Roboter zur Automatisierung ihrer Prozesse einsetzt. Im Allgemeinen haben diese Module und rekonfigurierbaren Anlagen geringere Vorlaufkosten, sind leicht skalierbar und für kleinere Unternehmen effizienter.

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In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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