Agile Robots unverändert ein Einhorn – Neuigkeiten

Das deutsch-chinesische Startup mit Sitz in München gab eine weitere Finanzierungsrunde bekannt. Foxconn Industrial Internet, eine Gesellschaft des Kunden Foxconn, zahlt 30 Mio. US-$ und erhielt nach Informationen des MRK-Blog hierfür 4% der Anteile. Dies würde eine Bewertung von 1,2 Mrd. US-$ ergeben. D.h. Agile Robots wäre unverändert ein Einhorn. Dies ist insofern beachtlich, wie Unternehmensbewertungen im Allgemeinen seit der vorherigen Finanzierungsrunde gesunken sind (Ukraine-Krieg, Inflation, Zinserhöhungen). Die Kapitalerhöhung ist auch deshalb bemerkenswert, weil ohnehin nicht klar ist, wofür all das eingesammelte Geld (bislang 309 Mio. US-$) überhaupt verwandt wird. Allerdings dürfte Foxconn Optionen besessen haben.

Automationspraxis berichtet über Agile Robots

Weitere Informationen über das höchstbewertete Robotik-Startup der Welt wurden nun bekannt (Link) bzw. detailliert. Agile scheint sich auf hochkomplexe und hochsensiblen Montageprozesse zu spezialisieren. Hochsensibel, da in jeder der 7 Achsen ein Drehmomentsensor verbaut ist. Hochkomplex, da Änderungen im Produktionskomplex schnell und einfach umgesetzt werden können. Hier helfen die eigenen Produktionszellen und natürlich künstliche Intelligenz.

In China Massenfertigung, in Deutschland “Kleinserie”?

Diana 7, so die Bezeichnung des vorerst einzigen Modells, ist in China schon im Einsatz. Dort ermöglicht der Cobot Massenmontagen bei Smartphones, Laptops, Tablets und mehr. Dies steht insofern in einem gewissen Widerspruch, wie in der neuen Fertigung in Kaufbeuren “nur” 2.500 Agile Robots pro Jahr gefertigt werden sollen. Die Zahl war bereits bekannt. Aber: TQ Systems hat im nahen Durach eine zumindest gleichhohe Kapazität. Dort montieren Franka Emika-Roboter Franka Emika-Roboter. Bei Agile Robots dürften Cobots eigentlich auch neue Cobots zusammenbauen. Eine Kapazität von 10 Stück/ Werktag ist m.E. ehr gering. Dies umso mehr, wie laut Artikel mit der Menge der europäische Markt versorgt werden soll. Bei Preisen, die vielleicht etwas höher als die von Universal Robots sein werden, entspräche diese Menge nur einem Jahresumsatz von 100 Mio. Euro in Europa. Dies ist natürlich viel Geld, aber das Unternehmen wird auch extrem hoch bewertet. Es kann gut sein, dass der ganz klare Verkaufsfokus in China sein wird. Und natürlich kann die Fertigungskapazität in Deutschland auch ausgebaut werden.

Betriebssystem “AgileCore ist herstellerübergreifend

Das eigene Betriebssystem kann offenbar nicht nur Zubehör einfach in einer einheitlich Oberfläche einbinden, sondern auch die Roboter anderer Hersteller. Wie dies in der Praxis funktioniert, kann man wohl erstmals auf der automatica-Messe in München sehen. Dort wird auch eine mobile Plattform vorgestellt.

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Marktanalysen und Finanzierung/ Förderungen. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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