Bahnenplaner erhält 31 Mio. US-$ – Industrieroboter sollen sicher wie Cobots werden

Bereits Anfang Juni erhielt das US-Startup Realtime Robotics von diversen namhaften Investoren 31,4 Mio. US-$. Aus deutscher Sicht bemerkenswert ist dabei das Invest von Hahn Automation. Als Vorteile der Software des Unternehmens wird ein minimaler Programmieraufwand, Neuprogrammierung im Betrieb und die nahtlose Zusammenarbeit von verschiedenen Robotern untereinander genannt. Sie nehmen gegenseitig “Rücksicht”. Ermöglicht wird dies durch die Anlage potenzieller Bewegungspläne, so dass im laufenden Betrieb eine Anpassung in Echtzeit möglich ist.

Für 2022 ist ein zertifiziertes Sicherheitssystem für die Mensch-Roboter-Kollaboration angekündigt. Konkret sollen dann Industrieroboter ohne Schutzhaut etc. MRK-fähig sein und ihre Fähigkeiten (Geschwindigkeit) behalten können.

Als typische Anwendungen nennt Realtime Robotics u.a. das Punktschweißen, Teileübergabe (Logistik!) oder auch Bohren/ Schleifen. Aktuell wird eine vollständige Integration in die Systeme von ABB, Universal Robots, Nachi, Kuka, Kawasaki, Siemens, Denso, Mitsubishi, Fanuc und Yaskawa genannt.

Etwas ungünstig bei diesem bereits ein Jahr altem Video finde ich, dass als Animation Roboter mittels der Realtime Robotics-Software Tischtennis spielen. Dass dies gut geht, zeigt Omron bereits seit Jahren real auf Messen (Link), wenn auch mit großem Aufwand und nur einem Roboter. Und natürlich zählt der Eindruck der Investoren, zu denen auch Omron Ventures gehört.

Ein aktuelleres Video gibt weitere Einblicke:

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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