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LebensmittelStäubli

Fallstudie: Stäubli in der Käserei

Auch Käse wird häufig industriell hergestellt, was allerdings keinesfalls zu Lasten der Qualität gehen muß. Dies zeigen einige größerere und durchaus hochpreisige Käsereien. Eine von diesen habe ich vor Jahren bei einem Erweiterungsbau beraten und ich habe dort einiges lernen können. Beispielsweise verdunstet die verwandte Milch im Laufe der Zeit weitgehend und dies erklärt auch, weshalb harte Käse häufig mehr kosten als weiche. In 100g Käse steckte einfach mal viel mehr Milch. Wenn ich mich richtig erinnere, blieben von einem 10 kg Laib Käse final häufig nur 1 kg über. Aber er wird auch laufend gebadet und gepflegt. Alles harte Arbeit, die für einen Roboter prädestiniert ist, wenn er denn robust ist.


Im Video übernimmt dies ein Stäubli TX2-90 HE mit einer Traglast von 14 kg und einer Reichweite von 920 mm. Er entrindet und beschichtet die unregelmäßig geformten Käseräder in einer Tiroler Bio-Käserei. Mindestens zweimal pro Woche ist eine intensive Grundreinigung erforderlich, die kein anderer Roboter überleben würde, so Stäubli. Derartige Grundreinigungen habe ich schon in der Fleischindustrie gesehen. Vermutlich also ein weiteres Einsatzgebiet für diesen Roboter. Die Roboterbaureihen Humid Environment (HE) sind für den Einsatz in Feuchträumen geeignet und gelten als Benchmark für die Lebensmittelindustrie und Bauteilereinigung. HE-Roboter sind komplett abgedichtet und halten PH-Werte von 4,5 bis 8,5 aus.

Beim Betreten „meiner “ Käserei war mir seinerzeit aufgefallen, dass die Gully eine ungewöhnliche Tiefe haben. Auf meine Warum-Frage war die Antwort doch halbwegs überraschend: Nur so könnten Listerinen ausgeschlossen werden. Mit anderen Worten: Jeder Bergwanderer, der den Käse auf einer alten Alm probiert, geht ein kleines Risiko ein. Denn dort gibt´s gerade mal einen simplen Abfluss. Wie dem auch sei, Hauptsache es schmeckt!

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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