Gedanken zu Yuanda und zum Tesla Bot

Yuanda: Es könnte weitergehen, aber wie?

Den Artikel über den Insolvenzantrag des sehr bekannten und in der Wahrnehmung längst etablierten Unternehmens möchte ich um zwei Punkte ergänzen. Im Artikel habe ich spekuliert, dass Yuanda künftig Medizin-Roboter herstellen könnte. Bemerkenswerterweise hat unmittelbar nach der Publizierung am Donnerstag ein Geschäftsführer eines großen Medizin-Robotik-Hersteller bei LinkedIn mein Profil angeschaut. Diesen Hersteller hatte ich gar nicht auf dem Radar. Entweder hat er mich zufällig gesucht oder aber er beschäftigt sich derzeit mit Yuanda. Hierzu der zweite Punkt der Ergänzung des Artikels: Durch die Insolvenz “verschwinden” die Verbindlichkeiten. Im Gegenzug versucht der Insolvenzverwalter das Unternehmen zu verkaufen. Mit dem Erlös werden die Gläubiger ansatzweise befriedigt. Der Verkauf erfolgt im Idealfall als Ganzes oder es wird verwertet (z.B. Patente). Der Preis für das Unternehmen richtet sich nach Angebot und Nachfrage sowie auch der Perspektive. Der Kaufpreis dürfte niedrig sein. Beträgt er beispielsweise 1 Mio€ (bislang hat Yuanda wohl > 20 Mio€ in F+E und Verluste investiert), kann ein Käufer ganz anders kalkulieren als die bisherige Geschäftsführung. Er muß in der Folge ja nur noch die 1 Mio€ + x verdienen und nicht mehr die 20 Mio€ + x.

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Ein Quereinsteiger hat zugleich die Möglichkeit Know-how (Mitarbeiter) und Patente nicht nur günstig, sondern auch schnell zu bekommen. Vor diesem Hintergrund bin ich optimistisch, dass es in Hannover weitergehen wird.

Tesla Bot könnte Cobots ersetzen

Zu den vielen Eigenschaften von Elon Musk gehört die Fähigkeit große Ankündigungen zu machen. (Oft, aber nicht immer, werden sie umgesetzt.) Musk hat für dieses Jahr den Prototypen des “Tesla Bot” angekündigt (Link). Es handelt sich um einen humanoiden Roboter, der, so Musk, für Tesla wichtiger werden könnte als das Fahrzeuggeschäft. Der Bot wäre seine Antwort auf den Arbeitskräftemangel und soll auch Sachen tragen können.

Wenn er zumindest die Traglast eines Cobots hätte, einfach zu programmieren wäre und noch dazu zwei Arme/ Hände hat, wofür bräuchte es dann noch einen Cobot oder einen kleineren mobilen Roboter? Nun, ein Cobot wäre vielleicht präziser, hätte eine größere Reichweite und vielleicht günstiger. Letzeres mag ich schon bezweifeln, da Tesla gigantische Einkaufsvorteile bei seinen Stückzahlen erzielen dürfte und kostengünstig produzieren kann. Will sagen: Diese Entwicklung gilt es zu beobachten, da sie die Marktprognosen der bisherigen Robotik reduzieren könnte. (Beitragsfoto ist ein Screenshot)

Vernetzen wir uns? LinkedIn
-> Zur Cobot-Gruppe auf LinkedIn (Link)

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Marktanalysen und Finanzierung/ Förderungen. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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