Lieferengpässe fördern den Roboter-Absatz

Bereits im Januar war an dieser Stelle über den Chipmangel berichtet worden. Als potentielle Folge des Chipmangels wurde Inflation genannt. Diese haben wir zwischenzeitlich. Nicht nur durch den Chipmangel, sondern weil es zu allgemeinen Lieferengpässen gekommen ist. Dass als Folge der starken Nachfrage die Frachtraten empfindlich gestiegen sind ist klar, dass aber auch Holz- oder Verpackungspreise extrem gestiegen sind, überrascht schon. (Zur Erinnerung: Vor Beginn der Pandemie schwächelte die chinesische Wirtschaft und in der Folge auch unsere. Dies scheint nun alles vergessen.) Parallel zur starken Nachfrage und Produktionsausfällen läuft das Corona-Hilfspaket über 750 Mrd. Euro an. Zudem kauft die EZB munter Anleihen. Dies allles führt zu einer weiter steigenden Geldmenge und mutmaßlich unverändert steigenden Sachpreisen. Die Vermögensverwalter von Flossbach von Storch haben schon vor Jahren erkannt, dass die gängigen Inflationszahlen zu niedrig sind und daher den sehr interessanten Vermögenspreisindex entwickelt.

Die höheren Mieten etc. haben bislang zwar zu Protesten geführt, aber kaum zu höheren Lohnabschlüssen. Diese dürfte nun kommen. Denn einerseits ist die Nachfrage nach Fachkräften unverändert hoch oder steigt gar und dann müssen die Fachkräfte nicht nur mehr für die Miete zahlen, sondern voraussichtlich für mehr oder minder alles mehr. Die Energiepreise steigen allein schon als Folge der Co2-Abgaben etc, nun dürften auch Lebensmittel- oder Elektronik-Teile im Preis steigen. Lohnforderungen von über 5%, so wie wir sie eigentlich nicht mehr kennen, dürften nicht überraschen.

Höhere Löhne führen bekanntlich zu einem verstärkten Automatisierungsbedarf. Daher dürfte die aktuelle Entwicklung zu einer verstärkten Roboter-Nachfrage führen. Ein Bremsklotz könnte allerdings die Entwicklung der Kreditzinsen sind. Diese spielen derzeit keine Rolle. Sollte die EZB aber eine Inflation klassisch mit höheren Zinsen bekämpfen wollen, könnten die Kreditzinsen schnell wieder auf über 5% steigen. Geschieht dies, müßte die EZB die Südländer andersweitig finanzieren. Ansonsten droht ein echtes Problem.

Die Zeit der “billigsten Preise” (Foto) dürfte erstmal vorbei sein.

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch.

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