Fallstudie: Dichtheitsprüfung mit Künstlicher Intelligenz

Dank Künstlicher Intelligenz können nicht nur Laien die Programmierung erleichtert oder gar abgenommen werden, sondern es können auch Tätigkeiten automatisiert werden, die bislang nicht automatisiert werden konnten. Grund für die fehlende Automatisierung in der Vergangenheit kann beispielsweise gewesen sein, dass ein Teil nie an der gleichen Stelle wie ein vorheriges war. Im unten verlinkten Podcast dient als Beispiel eine Feder, die baumelt und vom Roboter gegriffen werden soll. Vor dem Podcast mit dem Gründer des Berliner Startups Micropsi Industries gibt es zunächst eine sehr interessante Fallstudie, die uns unser Leser Axel Bermeitinger (Atec GmbH) freundlicherweise zur Verfügung und kommentiert hat.

Atec GmbH integriert MIRAI

Die automatisierte Dichtheitsprüfung als Gesamtlösung bieten in Kooperation die beiden Unternehmen Micropsi Industries aus Berlin und Atec aus Freiburg.

Dabei werden robotergestützte Lecksuchgeräte bei anspruchsvollen Industrieprozessen in der Produktion und Qualitätskontrolle eingesetzt. Dieses System deckt eine große Bandbreite von Anwendungen ab wie beispielsweise bei Hersteller und Serviceunternehmen von Klima- und Kühlgeräten, Automobil- und Automobilzulieferindustrie, Halbleiterindustrie sowie Hersteller von Dichtheitsprüfanlagen.

MIRAI ist ein intelligentes Steuerungssystem

MIRAI von Micropsi Industries ist ein Steuerungssystem, das es Industrierobotern ermöglicht, mit Varianzen in der Produktion umzugehen. Dank der künstlichen Intelligenz von MIRAI können Roboter komplexe Aufgaben ausführen, die von Hand nicht oder nur sehr schwer zu realisieren wären.
In diesem konkreten Fall setzt ein Kühlschrankhersteller MIRAI ein, um Lecks an Kühlmittelleitungen von Kühlschränken zu erkennen.
Da jeder Kühlschrank einzigartig ist, muss MIRAI mit der Varianzen in Position, Farbe und Form der Lötpunkte umgehen.
Roboterfähigkeiten werden durch menschliche Demonstration in nur wenigen Stunden trainiert. Es sind keine Programmier- oder KI-Kenntnisse erforderlich. Die Vorteile dieser vollautomatisierten Technologie sind die hohe Qualität in Verbindung mit absoluter Prozesssicherheit. Austritt von weniger als einem millionsten Gramm Gas durch ein Leck werden nachgewiesen. Zusätzlich werden zdie laufenden Betriebskosten gesenkt und Wartungen und Fehlerbehebungen reduziert.

KI-Startup mit 10 Mio.-Finanzierung

Micropsi Industries ist ein Berliner Softwareunternehmen, spezialisiert auf Künstliche Intelligenz für Industrieroboter. Micropsi Industries macht Automatisierung möglich, wo vorher an Automatisierung nicht zu denken war. Nach Informationen des Blogs hat das Startups bislang knapp 10 Mio. US-$ eingeworben.

Die synergetische Zusammenarbeit mit dem Automatisierer und Roboterspezialisten ATEC aus Freiburg garantiert u.a. aufgrund der 32-jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Automatisierung und 15 Jahre in der Robotik produktive Produktionsstätten, ergonomische Arbeitsplätze und resiliente Lieferketten.

KI-Podcast

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sei der – wie stets – sehr lehrreiche KI-Podcast empfohlen. Einer der beiden Initiatoren, Robert Weber, hat kürzlich den ersten Kaminabend des Deutschen Robotik Verbandes moderiert. Robert Weber leitet zudem zusammen mit Helmut Schmid den Robotik-Podcast.

Alternativ zu Spotify bietet sich auch dieser Link an.

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch.

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