RoboDK mit Stift zum Programmieren

Nach den deutschen Startups Wandelbots und drag&bot hat mit dem kanadischen Startup RoboDK ein weiteres Unternehmen einen Stift vorgestellt, der die menschlichen Bewegungen aufzeichnet und so die Programmierung eines Industrieroboters übernimmt. Der “TwinTrack”, so sein Name, umfaßt einen Laser Tracker und einen handgeführten Taster. Mit den TwinTrack soll jeder seinen Industrieroboter programmieren können, indem er die gewünschte Bahn mit dem erwähnten handgeführten Tastkopf abfährt. Es kann für viele Roboteranwendungen eingesetzt werden, wie z.B. Schweißen, Lackieren, Entgraten, Dosieren.

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Funktionsweise

Das Messsystem erkennt die genaue Position des Tasters in Echtzeit und sendet sie an die Offline-Programmiersoftware von RoboDK. Der Bediener hält den Messtaster einfach in der Hand und platziert seine Spitze dort, wo sich der Roboter bewegen soll. Das Teachen eines Punktes oder eines Pfades ist dann ein einfacher Fall von Knopfdruck auf den Taster. Wenn das System kalibriert ist, kann es die gewünschte Position bis zu einer Genauigkeit von 0,150 mm, der Breite eines menschlichen Haares, erkennen. Aktuell sollen bereits 500 Industrieroboter von 50 (!) verschiedenen Herstellern programmierbar sein. Zu nennen sind u.a. ABB, Kuka, Fanuc, Yaskawa, Tecman, Omron, Denso, Epson, Stäubli, Nachi, Dobot, Aubo, Hanwha, adept, Mecamedic, Doosan, Comau, Universal Robots und Mitsubishi.

Die enge zeitliche Folge der Stift-Vorstellungen zeigt, wie wichtig für Startups Geld zum Expandieren ist. Unbesehen von der Technik haben die beiden deutschen Anbieter erstmal einen Vorteil hier – sie sind schon bekannt. In Märkten wie Asien oder den USA dürfte hingegen der frühe und mächtige Markteintritt für die weitere Zukunft wichtig sein. Und dieser muß erstmal vorfinanziert werden. Ähnlich wie drag&bot ist RoboKD schon seit einigen Jahren am Markt und kann entsprechend viele Nutzer vorweisen – bislang aber ohne Stift.

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen bei den Fragen Markt/ Business Development und Finanzierung. Der Autor steht zudem potentiellen  Anwendern für einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung zur Verfügung (Detail). Hierbei werdenkonkrete Vorschläge für den Einsatz von Cobots und anderen Robotern incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreitet. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch.

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