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drag&bot macht Wandelbots mit eigenem Stift Konkurrenz

Seit kurzem liefert das Dresdner Startup Wandelbots seinen „Programmier-Stift“ aus. Mit diesem kann „jeder Roboter in kürzester Zeit eingelernt oder umprogrammiert werden“, so das Unternehmen. Wandelbots unterstützt derzeit die Tätigkeiten Kleben, Entgraten, Inspizieren, Schweißen und Pick and Place.

Die Gründer des Stuttgarter Startups drag&bot haben bereits vor 15 Jahren gezeigt, dass mittels VR Roboter geteacht werden können. Damals waren sie noch beim Fraunhofer IPA beschäftigt und hier im hoch dotierten Forschungsprojekt PRACE involviert. Außerdem hat drag&bot in der Vergangenheit mit Gamepads, Nintendo Wi, 3D Mäusen und anderen Geräten gezeigt, wie die Programmierung von Robotern vereinfacht werden kann (Link). Der hier vorgestellte „TeachMATE“ ist jetzt ein weiteres Gerät in einer logischen Reihenfolge an bestehenden Möglichkeiten.

Für Pilotkunden ist der „TeachMATE“ bereits heute lieferbar, eine serienmäßige Auslieferung ist ab Anfang 2021 geplant. Das Unternehmen bietet bereits seit einiger Zeit eine mächtige graphische Oberfläche zur einfacheren Programmierung von Robotern an. (Beide Firmen verstehen unter Roboter gerade auch Industrieroboter, also solche die weitaus schwerer als Cobots zu programmieren sind.). Das bisherige Hauptprodukt wird in der aktuellen Ausgabe der „Robotik und Produktion“ vorgestellt (Link, S. 34). Der drag&bot-Stift namens „TeachMATE“ ist komplett kompatibel zur bestehenden Software des Unternehmens und dürfte daher für Bestandskunden erste Wahl sein.

Einen wesentliche Vorteil der Benutzung seines Stiftes sieht drag&bot bei Anwendungen, bei denen Bahnen abgefahren und einzelne Punkte markiert werden müssen. Wie im Video zu sehen ist, werden die Bahnen selbstständig geschlossen: Der Mitarbeiter malt in der Luft ein Herz – es wird perfekt.

Aus der Pressemitteilung: Verschiedene Studien haben gezeigt, dass in diesem Fall ein gestengesteuertes Teach-in-Verfahren, wie mit dem MotionMATE, im Durchschnitt 10-mal schneller als der Status quo ist. Dadurch können produzierende Unternehmen bis zu 90% der Kosten für diesen Arbeitsschritt einsparen. Dank der schnellen Umrüstung lohnen sich Roboter zunehmend auch für KMUs mit typischerweise geringer Stückzahl bzw. hoher Produktvarianz im Prozess.

Das obige Video überzeugt und die dort bei 1:10 enthaltene Aussage „The MotionMATE is the most intuitive teaching device“ ist durchaus provokant.

Wandelbots kooperiert übrigens seit kurzem mit Denso. Weitere Parternschaften mit Roboter-Hersteller könnten folgen.

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In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er steht für einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung oder per Telefon auf Basis von Fotos/ Beschreibungen zum Festpreis zur Verfügung (Detail), um dann konkrete Vorschläge für den Einsatz von Cobots und anderen Robotern incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht. U.a. in Bayern ist  eine 50%ige Investitionsförderung denkbar. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von ihm. Dazu kennt er sich bestens mit den KfW-Corona-Programmen aus (incl. Ausnahmeregelungen).