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MOTEK 2019 – Besuch 1/2

Die Mensch-Roboter-Kollaboration gilt unverändert als Wachstumsmarkt, wobei das 3. Quartal 2019 – zumindest in Deutschland – keine größeren Zuwächse brachte. Da zugleich immer mehr Anbieter in den Markt eintreten und zugleich das Produktspektrum massiv erweitert wird, dürfte es in Teil-Bereichen zu einem Verdrängungswettbewerb kommen. Ein Bespiel hierfür könnten die Endeffektoren sein. Björn Mitsch von OnRobot kündigte eine Ausweitung des Greifer-Programms von aktuell 10 verschiedenen Greifern auf 50 binnen Jahresfrist an. OnRobot verfügt über 60 Entwickler.

Industrie-Roboter sind nicht einfach zu programmieren. Um dies zu vereinfachen, idealerweise gar intuitiv, gibt es spezielle Lösungen von Drag & Bot oder ArtiMinds. Für Cobots macht solch eine Software Sinn, wenn es mehrere komplexe Anwendungen zu programmieren gibt. Beide Firmen waren vertreten. Die intuitive, direkt von Werkern zu benutzende Software von drag&bot läuft auf einem Industrie-PC in der Roboterzelle und nutzt während der Ausführung die jeweils, von Seiten der Hersteller bereits verfügbaren Netzwerkschnittstellen der Roboter-Controller. Diese Architektur bietet den Vorteil, dass ein zusätzlich Bediener-Interface jederzeit während der Ausführung für Eingaben des Nutzer oder Error-Handlung zur Verfügung steht. Auch vom Roboter nicht unterstützte Kameras und Greifer können mit drag&bot eingesetzt werden. Da die Software außerdem auf dem frei verfügbaren Robot Operating System (ROS) basiert, sind auch eigene Anpassungen und Erweiterungen der Software durch Kunden und Partner möglich.

Im Gegensatz dazu wird Artiminds auf einem Windows Desktop PC oder Laptop installiert und die Logik des Roboter Programms wird vorab in einer Offline-Simulation oder live am Roboter festgelegt. Ist das Programm fertig, wird Programmcode in der jeweiligen Sprache des Roboters erzeugt und diese auf den Controller übertragen. Dies hat den Vorteil, dass kein zusätzlicher Industrie-PC notwendig ist, schränkt aber die Funktionen, auf die möglichen Funktionen und Befehle des jeweiligen Robotermodells ein. Die ArtiMinds-Lösung eignet sich besonders für komplexe Lösungen mit Kraftregelung.

Beide Lösungen bieten außerdem Schnittstellen für zur Bildverarbeitung und Kommunikation mit SPS Systemen.

Das Video zeigt eine solche Lösung von ArtiMinds:

 

Zu den – heute noch (?) – exotischen Messeausstellern gehörte die taiwanesische Firma Solomon, ein Anbieter von Bildverarbeitung.  (Link)

Und so wrden die Artikel erfaßt:

Igus präsentierte u.a. eine Energiekette, die im Video zwar am rundlichen UR gezeigt wird, sich aber auch für „kantige oder eckige“ Cobots wie den Panda eignet, so Georg Fein von Igus. Daneben verfügt die Energiekette über weitere Vorteile wie die separierte Innenführung (3 Kammern) und interessante Schellen.

Wie stehts warb Igus aggressiv mit seinen extrem niedrigen Preisen:

(Igus bietet keine Cobots an.)

Der Autor dieses Blogs steht für  einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung oder auch für Marktrecherchen zur Verfügung (Detail), um dann konkrete Vorschläge für den Einsatz von Cobots und anderen Robotern incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht. U.a. in Bayern ist  eine 50%ige Investitionsförderung denkbar. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von ihm.