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Preisunterschiede bei Cobots

Wer sich als „Einsteiger“ für einen MRK interessant, mag über die großen Preisunterschiede erstaunt sein. Lag der Preis bis vor einem Jahr schnell bei 30.000 € gibt es zunehmend günstigere Varianten. Der Einstieg in die Cobot-Welt kann heute bereits bei etwa 5.000 € beginnen, wobei 15.000 € realistischer sind. Die allgemein bekannte durchschnittliche Amortisationszeit von nur 200 Tagen gilt übrigens für die teuren Exemplare.

Wie erklären sich die Preisunterschieden? Zu einem natürlich aus den bekannten quantitativen Kritieren wie

  • Reichtweite
  • Traglast
  • Achsen-Zahl
  • Wiederholgenauigkeit
  • Schutzklasse
  • Temperaturbereich

Dann spielen sicherlich qualitative Kriterien (Qualität, Erfahrenheit des Anbieters) eine Rolle: Bei einem Universal Robots kann davon ausgegangen werden, dass er auch wirklich 30.000 Stunden gut läuft.

Weitere Unterscheidungskritieren sind die Einfachheit der Programmierung, das enthaltene Zubehör (Billig-Cobots beinhalten kein Tablet oder kein Teach-Panel) und vor allem das käufliche Zubehör wie Greifer, Optik, Sensorik. In Zukunft hinzu kommt als Differenzierung die Fähigkeit der Mobilität (gibt es autonome Untersetzer, Linearsysteme und kann der Cobot selber überhaupt seinen Standort verändern ohne „durcheinander“ zu kommen?).

Hinzu kommt, dass es immer mehr Speziallösungen gibt, wie das Beispiel Universal Robots zeigt. Wer diese Speziallösungen zwingend braucht, wird den höheren Preis sicherlich leichter akzeptieren. Bei Omron kommt noch die hohe Rechenleistung des Controllers hinzu, der allein schon mehr kosten dürfte als mancher Preiswert-MRK. Das Video zeigt den Tischtennis-Roboter von Omron (kein Cobot, aber als Beispiel für die Rechenkapazität), der bereits von Kanzlerin Merkel bewundert wurde:

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist natürlich der Vertrieb – wird nur im Internetshop verkauft oder auch vor Ort beraten und ggfs. eine Sicherheitsbescheinigung gegeben?

Beim nur sporadischen Einsatz machen Billig-Cobots sicherlich Sinn, insbesondere für kleine Unternehmen. Bei regelmäßigen Einsatz wohl weniger, so keine Vielzahl an Cobots verwandt wird. Denn bei einer durchschnittlichen Amortisationszeit der teureren Cobots von 200 Tagen, mag sich ein günstigerer schon nach 100 Tagen rechnen. Doch bei einer Nutzungsdauer von schnell 2.000 bis 2.500 Tagen fallen diese 100 Tage Ersparnis kaum ins Gewicht.

Im Video ist ein 1.349 €-Roboter (Dobot Magician) zu sehen:

Der Autor dieses Blogs steht für einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung zur Verfügung (Detail) um dann konkrete Cobot-Vorschläge incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht.