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Technologie Campus Cham: Bericht

Sollten Sie außerhalb Bayerns wohnen und das Gefühl haben, seitens Ihrer Landregierung würde zu wenig i.S. Robotik unternommen, schicken Sie den Link dieses Artikels Ihrem Stimmkreisabgeordneten (Landtag). Abgeordnete sind erfahrungsgemäß sehr engagiert, müssen bisweilen aber sensibilisiert werden.

Der Einladung von Michael Zankl, Technologie- und Netzwerkmanager des Bezirks Oberpfalz,  folgten beachtliche 50 Teilnehmer, von denen das Gros mittelständische Unternehmen repräsentierte. (Die Teilnehmerzahl ist deshalb beachtlich, da zuletzt eine renomierte MRK-Veranstaltung eines namhaften Veranstalters mangels ausrechender Teilnehmerzahl abgesagt werden mußte.) 


Nach der Vorstellung des jüngsten Förderaufrufes des Freistaat Bayerns für Verbundprojekte im Bereich Robotik durch Dr. Jürgen Dam vom Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH bat Alexander Stöger, der operative Leiter des Technologie Campus Cham, einige Studenten um Vorstellung ihrer aktuellen Projekte. Der Campus nennt neben diversen 3D-Druck-Anlagen im Gesamtwert von 1,5 Mio€, die auch Unternehmen in der Region für die Herstellung von Prototypen zur Verfügung stehen, ein beachtliches Sortiment an Cobots sein eigen. Der Verfasser sah 3 x Universal Robots, 2 x MIR (mobile Roboter), dazu Geräte von Yaskawa, Fanuc und Franka und diesen speziellen Roboter:

Der Roboter, der kein Cobot ist (also nicht sensitiv ist) wurde mit Materialkosten von etwa 700 Euro selbst gefertigt bzw. gedruckt (Arm und Greifer) und war in der Lage Legosteine farblich zu sortieren. Nach der Vorstellung der vorhandenen gekauften Roboter wurde gezeigt, wie Alexa von Amazon für Cobots genutzt werden kann. Durch die Hinterlegung diverser Sprachbefehle folgte ein UR der Stimme seines Herrn, wie das Video (leider keine optimale Qualität) zeigt:

Diese Anwendung läßt einmal mehr das große Potential der Spracherkennung für die kollaborative Nutzung von Robotern erahnen. Spracherkennung kann vermutlich schon in wenigen Jahren ältere Fachkräfte von der Frühpensionierung abhalten: Denn wenn die Arbeit an sich noch Spaß macht, aber das Heben zu schwer ist, kann dies dann einfach der Cobot auf Befehl erledigen.

Im Anschluß an diese lebendigen und imposanten Vorführungen bestand die Möglichkeit geeignete Partner für ein möglicherweise förderfähiges Roboterprojekt zu suchen. Durch den neuen 15%igen Bonus können kleinere Unternehmen nun über 50% ihrer Kosten erstattet bekommen. Von neuen Förderungen dürften insbesondere auch mobile Lösungen profitieren (hier ein MIR „solo“ und ein Universal Robots auf einem MIR):

Der Autor dieses Blogs steht für Marktrecherchen oder auch einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung zum Festpreis zur Verfügung (Detail), um dann konkrete Vorschläge für den Einsatz von Cobots und anderen Robotern incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht. U.a. in Bayern ist  eine 50%ige Investitionsförderung denkbar. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von ihm.