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Lichtbogenschweißen mit Trumpf und Cobot

Der Laser-Spezialist Trumpf bietet seit kurzem eine sehr interessante Lösung für das Schweißen mit dem Cobot an (TruArc Weld 1000). Anders als die bisherigen Anbieter von Cobot-Schweißlösungen benötigt Trumpf eine große Fläche, erhöht so aber auch die Produktivität. Die Kabinenabmessung beträgt 3600 mm x 2200 mm x 2800 mm, das Gewicht stolze 2,5 to. Die wesentlichen Elemente (Jalousien) können automatisch bewegt werden – die Wettberber setzen auf händisch zu bewegende Vorhänge. Die Programmierung der jeweiligen Schweiß-Vorgänge erfolgt leicht durch Teachen, d.h. „Vormachen“ ohne Programm-Codes. Dies geschieht in sehr kurzer Zeit, so dass auch kleine Losgrößen gut machbar sind. Bei einer Bauteilgröße bis 600 mm x 600 mm x 600 mm kann die Einheit geteilt werden. D.h. auf der einen Hälfte schweißt der Cobot, während die andere Hälfte geöffnet werden kann, so dass dort schon das nächst zu schweißende Teil eingelegt werden kann. Im Video macht dies ein Mitarbeiter, doch könnte dies durch einen weiteren Cobot auch automatisiert werden. Ich hatte hierzu spontan einige Gedanken, was hier möglich ist. Größere Teile können in der gesamten Zelle bis zu einer Größe von 2000 mm x 600 mm x 600 mm  bearbeitet werden.

Interessant: Es wird ein Universal Robots, also ein Cobot, mit dem man nichts falsch macht, eingesetzt – im Produktblatt von Trumpf steht aber nur „Kollaborativer Industrieroboterarm“ – tja, daran erkennt man die starke Marke „Trumpf“.

Zum Hauptthema Amortisation: Angesichts der hohen Stundensätze von Schweißern lohnt sich Cobot-Schweißen fast immer. Die Trumpf-Lösung ist komplexer und noch dazu von einem Premium-Anbieter, bietet aber natürlich auch weitaus mehr und „macht was her“. Dennoch dürfte auch hier die Amortisation, insbesondere im 2-Schichtbetrieb, schnell gegeben sein.

In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs steht für Marktrecherchen oder auch einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung oder per Telefon auf Basis von Fotos/ Beschreibungen zum Festpreis zur Verfügung (Detail), um dann konkrete Vorschläge für den Einsatz von Cobots und anderen Robotern incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht. U.a. in Bayern ist  eine 50%ige Investitionsförderung denkbar. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von ihm.