Neues von Rethink Robotics

In der vergangenen Woche gab es anläßlich der Vorstellung der United Robotics Group Neuigkeiten zu Rethink Robotics. Im Anschluss war an dieser Stelle bereits ein wenig Bezug auf die Geschichte des Ur-Gesteins der Cobots genommen wurde. Die Ankündigung vom CEO Daniel Bunse, dass voraussichtlich zur Motek-Messe Anfang Oktober Details zu den neuen Cobots (plural!) genannt würden, war wiedergegeben worden. Dies war aber nicht alles.

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Nachhaltigkeit wird wichtig

Die angekündigten neuen Cobots sollen im Sinne der Nachhaltigkeit eine Lebensdauer von über 5 Jahren haben. Nun wurde die Lebensdauer während des Vortrages nicht definiert, aber mathematisch wären dies mind. 43.800 Stunden bei permanenten Betrieb. Dieser wird wohl nicht gemeint sein, da er zu selten der Normalität entspricht. Eine Nutzungsdauer von mind. 30.000 Stunden wäre aber ableitbar. Damit wäre der Stundensatz – unabhängig vom Verkaufspreis – zumindest im 2-Schichtbetrieb kaum der Rede wert. Zudem sollen die Cobots am Ende ihrer Nutzung vollständig recycelbar sein.

Cobiotix als Oberbegriff

Thoma Hähn (Foto), CEO der United Robotics Group, zu deren Mitglieder auch Rethink Robotics gehört, wählte als Oberbegriff das neue Wort “Cobiotx” (Foto). Dieses steht für kollaborativ, menschlich, Vielseitigkeit und Diversität. Gerade letzteres mit seinem “X” könnte zum Problem werden. Denn wie das heutige Handelsblatt schreibt, sind in den USA mittlerweile selbst linke Demokraten von der “X”-Inflation genervt. Dort gehört zur Woken-Rhetorik das neue Kunstwort “Latin-x”, welches neutral alle bisherigen Begriffe (Latino, Latina, Hspanic) für Latein- und Südamerikaner ersetzen soll. D.h. das “x” kann zum Synonym für einen aufziehenden Kulturkampf werden und wäre damit negativ besetzt.

Wird Rethink Robotics die vielen Follower nutzen können?

Rethink Robotics wird – abgesehen von der Überarbeitung des Sawyers und Software-Update – bis zur Motek über Jahre keine Innovationen am Cobot vorgestellt haben. (Wohl aber bei der Nutzung, vgl. Video unten.) Dennoch soll das Unternehmen etwa 1.000 Cobots pro Jahr absetzen und weist z.B. bei LinkedIn stolze 26.000 Follower auf und bei YouTube über 6.000 Abonnenten. Damit liegt das Unternehmen zwar deutlich hinter Universal Robots (131.000/ 20.000), aber genauso klar vor Firmen wie Techman (11.300/ 3.000),den Newcomern Neura Robotics (9.000/ 500) und Agile Robots (6.600/ – Agile hat m.W. noch immer keinen YouTube-Kanal) oder den chinesischen Wettbewerben. Eine wichtige Frage wird daher sein, ob diese Ausgangsbasis für den Vertrieb von Vorteil sein wird.

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Marktanalysen und Finanzierung/ Förderungen. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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