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Exklusiv: F&P Robotics mit neuem Cobot

Das schweizer Unternehmen F&P Robotics kann wohl zu Recht als einer der Cobot-Pioniere bezeichnet werden. 2014 gegründet, wurde bereits 2016 mit dem P-Rob 2 ein gepolsterter Roboterarm auf den Markt gebracht. Dies ist zwar erst sechs Jahre her, doch in der Cobot-Branche ist dies fast schon eine Ewigkeit. 2016 gab es noch keine Roboter von Franka, Techman/ Omron, Yuanda, Kassow Robot, Fanuc und vielen anderen. ABB hatte gerade erst Gomtec gekauft und Universal Robots bot damals noch die Vorgängerversion der heutigen Modelle an. Agile Robots oder Neura Robotics waren nicht einmal gegründet. Bereits 2017 half ein Cobot von F&P Robotics dem Media Markt beim Präsentieren:


Temporär ein Spezialitäten-Anbieter

Damals wie heute setzte das Unternehmen vor allem auf das Know-how von ETH-Absolventen und erkannte – wie auch die deutsch-chinesischen Startups – die Bedeutung des chineischen Marktes. Dieser ist bekanntlich viel größer und die potentiellen Nutzer sind viel offener. Zugleich wurde mit „Barney“ eine Komplett-Lösung für Bar und Barista-Dienste entwickelt. Parallel wurde der gepolsterte Roboterarm für die Pflege modifiziert, incl. mobilen Untersatz. Dies alles hatte zur Folge, dass F&P Robotics in der Branche als technologisch anspruchsvoll und gut, aber weniger als Industrielösung angesehen wurde. Anzumerken ist, dass der P-Rob 3 durchaus für maßgeschneiderte Lösungen in der Industrie gedacht ist.

Änderungen seitdem

Der Gründer Hansruedi Früh verstarb im Februar 2021 nach kurzer schwerer Krankheit und sein bereits zuvor im Unternehmen tätiger Sohn Michael Früh wurde CEO. F&P Robotics könnte daher der einzige Familienbetrieb sein, der Roboterarme herstellt. Allerdings hat F&P Robotics mit dem chinesischen Konzern Intratech einen Investor. Produziert wird heute in Zürich und in China. Zwischenzeitlich hat man 74 Patente angemeldet.

Kleiner Industrieroboter kommt

Nun steht mit dem P-Rob Eco ein Cobot für den klassischen Fertigungsbetrieb in den Startlöchtern. Bei einem Eigengewicht von nur 16 kg kann er 5 kg heben und hat mit 6 Achsen eine Reichweite von 900 mm. Zu Preis der Wettbewerber hat er sinnvolle Eigenschaften wie die Energiebremse. Die Wiederholgenauigkeit liegt bei unter 0,1 mm. Wie oben zu sehen ist, kann der Cobot über 5 Knöpfe gesteuert werden. Da sich das Gelenk unendlich drehen kann, wird für Schrauben etc. kein Zubehör benötigt. Eine mir vorliegende interne Präsentation bezeichneit einige der Features als weitgehend einzigartig auf dem Markt. Hierzu gehört die einfache Reinigung (IP 54) sowie die gegebene Hygiene, die den Cobot für den Lebensmittelbereich prädestiniert. Natürlich ist er einfach zu programmieren und beinhaltet Künstliche Intelligenz.

Die ersten 150 Stück wurden auch schon verkauft – an den chinesischen Partner.

Premiere naht

Einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden soll der P-Rob Eco spätestens bei der LogiMat und im Anschluss auf der Automatica. Den Barkeeper „Barney“ von F&P Robotics kann man m.W. in einigen schweizer Lokalen besichten.

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In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Marktanalysen und Finanzierung/ Förderungen. Mehr zu seiner Person finden Sie hier

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