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Rethink Robotics

Fallstudie: Rethink Robotics in Behindertenwerkstatt

Vorweg: Ich weiß, das Wort „Behindertenwerkstatt“ ist nicht mehr zeitgemäß, doch fand ich kein passendes. Denn um Integration i.e.S. geht es hier m.W. nicht.


Um Rethink Robotics ist es seit dem Einstieg von Siemens vor fast 15 Monaten ruhiger geworden. Es ist bekannt, dass der Sitz nach Bochum verlegt und dort neu gebaut wurde. Der angekündigte neue Roboter ist aber noch nicht zu sehen. Ein Grund hierfür, so ist in der Branche zu hören, sei die Einstellung zahlreicher neuer Mitarbeiter, die ihrerseits neue Ideen mitgebracht hätten, die man noch umsetzen wolle. Eines scheint klar: Binnen eines Jahres hat sich die Messlatte durch die neuen bzw. angekündigten Modelle am Markt deutlich erhöht.

Entsprechend fleißig wird in Bochum entwickelt: Im Jahr 2020 sind die immateriellen Vermögensgegenstände (also Summe aus Preis für den Kauf der Rechte und eigenen Entwicklungen) um weitere 2 Mio€ auf über 34 Mio€ gestiegen. D.h. die interne Planung sieht für die Zukunft hohe Erlöse vor. Ansonsten wäre dieser hohe Wertansatz nicht zu rechtfertigen.

Förderung ermöglicht Kauf von 9 Sawyer

Spezielle Robotik-Förderungen gibt es so gut wie gar nicht, am einfachsten ist derzeit wohl der Versuch über Digital-Jetzt. Hier ist das Volumen aber begrenzt. Umso bemerkenswerter ist, dass sich eine Mitarbeiterin der Iserlohner Werkstätten erfolgreich durch den Förderdschungel incl. aller Formalien gekämpft und so ein 900.000 (!) €-Projekt ermöglicht hat. Mit dem Geld wurden u.a. neun Rethink Robotics-Cobots angeschafft. Vom Desgin her scheinen sie mir auch ideal für solch eine Werkstatt. Der Vorteil des Sawyer hier liegt im Ausgleich des eingeschränkten Bewegungsradius der Menschen. Damit ist dieser Fall auch eine Vorlage für andere Unternehmen, bei denen ein Mitarbeiter beispielsweise durch einen Unfall nicht mehr so beweglich wie zuvor ist. Nach meinem letzten Rennrad-Unfall (Ellenbogenbruch) konnte ich beispielsweise über einige Monate nicht mehr so einfach eine Jacke anziehen. D.h. im Betrieb hätte man womöglich einen neuen Arbeitsplatz für mich suchen müssen.

Projektion der Arbeitsschritte

Genauso ideal und kreativ wie den Einsatz des Sawyer finde ich die im Video gezeigte Projektion der Arbeitsschritte auf den Arbeitstisch. Diese ist generell interessant um ungelernte Kräfte schnell in Montagen etc. einzubinden. Das Anschauen des Videos lohnt sich also!

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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