Fallstudien: Robotik in der Gastronomie

Der hier erschienende Artikel über Service-Roboter in Restaurants erfreut sich unverändert größter Beliebheit. (Zudem hat er mir, der ich auch beratend tätig bin, einige Aufträge beschert 🙂 ) Zeit für ein Update. Vorweg etwas allgemeines: Es gibt bzw. sind angekündigt nur sehr wenige Standardlösungen. (Bei Getränken schaut dies anders aus, z.B.Café-Stationen.) Anders als beim Service-Roboter, der nur kurz an die Wege angepasst werden muß, ist die Programmierung von Küchenrobotern komplizierter und damit teurer. Die hier dargestellten Cobot-Hersteller sind in Deutschland nicht oder kaum erhältlich. Dies resultiert daraus, dass uns Asien auf dem Gebiet der Koch-Roboter noch voraus ist, die gezeigten Hersteller den Sprung zu uns aber noch nicht geschafft haben. Dies ist aber kein Problem. Denn jeder Roboter ist austauschbar. Entscheidend ist die passende Umgebung und die Findigkeit bei der Umsetzung des Vorhaben.

Frittieren und Kaffee

Das viele Handgriffe automatisiert werden können zeigt der südkoreanische Hersteller Neuromeka, aber wie erwähnt, ist der Hersteller nachrangig. M.W. sind für das Frittieren derzeit Standardlösungen in Deutschland in der Entwicklung. (Die Umgebungsparameter werden gleichwohl individuell sein.)

“Lieferdienst” für Boardinghäuser, Krankenhäuser, Kantinen & Co.

Dieses Video ist auf vielfache Weise speziell: Es zeigt einen autonom fahrenden Kleinlaster in China und dann erinnert es an die (hier im Luxushotel) durchgesetzte Quarantäne. Egal, die Art der Auslieferung ließe sich übertragen oder inspiriert für andere Anwendungen. Der untere mobile Teil der Lösung könnte übrigens aus Deutschland stammen.

Lösungen, die kommen

Dieses Video zeigt Lösungen, an denen gearbeitet wird bzw. die es teilweise bereits gibt. Wichtig beim Kochen ist zu wissen, dass der gesamte Prozess bedacht werden sollte: Zutaten (wie kommt der Roboter an Sie?) und wiederkehrende Gerichte (z.B. Pommes, Burger) viel einfacher umsetzbar sind.

Fazit

Die Faustformel lautet unverändert mit relativ kleinen Lösungen anzufangen. Ein Service-Roboter kann hierbei ein guter erster Schritt sein oder die Automatisierung einer bisherigen Hilfstätigkeit. Denn dann muß weniger Fachwissen programmiert werden und die Tätigkeit sollte sich häufiger wiederholen. Hier hatte ich kürzlich die Bestückung eine Spül-Automaten. Für diese war ein fast sechsstelliges Budget notwendig. D.h. wer vorrangig kurze Amortisationszeiten haben will, dürfte mit einem Service-Roboter oder einem Café-Roboter (bei guter Auslastung) am besten aufgehoben sein. Dies sind Punkte, die man im Vorfeld abklären sollte. Wie eingangs erwähnt stehe ich gerne zur Verfügung, auch für einen Besuch mit anschließenden Vorschlägen und Berechnungen. Letzteres erscheint allein deshalb wichtig weil die Fixkosten enorm steigen werden. 50% der Beratung können übrigens gefördert werden. Es bestehen auch Chancen auf eine Investitionsförderung.

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät bei fast allen Fragen rund um Robotik incl Finanzierung/ Förderungen. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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