Cobots können kochen – Pandemie als Wachstumstreiber?

Zu Beginn der Pandemie erschien im Handelsblatt ein Artikel, in dem Cobots als Antwort auf die Pandemie vorgestellt wurden. Helmut Schmid, damals noch Geschäftsführer von Universal Robots, heute einer der treibenden Köpfe des Deutschen Robotik Verbandes, kam zu Wort. Seine seinerzeit formulierte These, dass Cobots keinen Abstand benötigen, wurde seitdem vielfach übernommen.

Die Tage war ich bei einem KMU. Dieses hatte eine neue Mitarbeiterin in der Verwaltung. Sie war bis zu Beginn der Pandemie Fitnesstrainerin, konnte aber in ihrem Beruf seitdem nicht mehr arbeiten. Nun war sie das Warten und die Ungewissheit satt und wollte eine “solide” Tätigkeit. Ich denke, die Dame wird nicht die Einzige sein. Es wird viele im vom Lockdown betroffenen Berufen geben, die ungünstige Arbeitszeiten und eher mäßige Bezahlung bislang akzeptiert haben, sich zwischenzeitlich aber umorientiert haben und nicht mehr in ihren alten Job zurückkehren werden.

Gastronomie ruft nach Cobots

Zu den Branchen, deren Personalproblem durch die Pandemie zunehmen dürfte, gehört die Gastronomie. Startups wie Aitme, DaVinci oder AppCafé sahen bereits vor der Pandemie Potential im To-Go-Geschäft. Rozum oder F&P Personal Robotics stellten als Hersteller Lösungen vor. Brauchbare Lösungen für eine klassische Restaurant-Küche mit der Zielsetzung einem Koch bei einem breiteren Speiseangebot zur Hand zu gehen, sah man bislang aber selten. In Japan gibt es nun ein Restaurant, bei dem ein Cobot sowohl für Fleisch wie für Beilagen zuständig ist. Das Video ist interessant im Hinblick auf die Vielseitigkeit seines Einsatzes wie auch der verwendeten Werkzeuge/ Hilfsmittel um automatisiert kochen zu können. Man kann sich gut vorstellen, wie sehr sich der Integrator jeden Arbeitsschritt im Detail angeschaut hat. Als hilfreich erweist sich die eingebaute Kamera, mit der die Qualitätskontrolle erleichtert wird.

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In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch.

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