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Andere, innovative Roboter

Google Everyday Robots & Intrinsic: Geheimnis um Roboter gelüftet?

Im Sommer letzten Jahres gründete die Google-Mutter Alphabet Intrinsic. Das Unternehmen soll Google den Weg in die Industrierobotik bereiten. Zuvor war bereits Everyday Robots für die Haushaltsrobotik gegründet worden. Alphabet ist bekannt für das Schließen von Wetten auf die Zukunft. Voraussetzung ist das Glauben an ein riesiges Marktpotential. Dies gilt auch für die Robotik. Es ist davon auszugehen, dass beide Robotik-Startups sich untereinander austauschen werden.


Google investiert massiv in München

Google setzt bei seinem Vorhaben massiv auf deutsches Know how. Während der letzten Monate wurden im großen Umfang Fachkräfte bzw. gar Koryphäen von Kuka, Fraunhofer IPA oder ABB abgeworben. Zugleich wird derzeit in bester Lage München groß gebaut. Der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume war schließlich Ende August im Silicon Valley um die Intrinsic-Chefs zu treffen (Link). Mit den Robotik-Töchtern von Alphabet ist also zu rechnen.

Haushaltsroboter werden noch einfacher als gedacht gesteuert

No-Code-Programmierung gewinnt an Bedeutung. Allerdings werden die Befehle heute – sei es mittels Zeigen oder Sprache – noch recht umständlich den Robotern mitgeteilt. Umständlich dann, wenn man das Video unten gesehen hat. Denn Google verfolgt hier einen anderen Ansatz. Dem Roboter soll nur noch gesagt werden was er tun soll bzw. noch besser, was passiert ist. Als Beispiel ist im Video eine verschüttete Cola–Dose zu sehen. Dem Roboter wird gesagt „Wische den Tisch“ – mehr nicht – und er tut es. Hierfür muss er die Aufgabe verstehen, wissen wo sich ein Putzlappen und wo sich der Tisch befindet.

Entscheidend für den Erfolg wird offenbar die Sprachmodellierung sein.

Ethik und Hierachie

Wichtig wird m.E. auch die Ethik sein bzw. die Frage auf wen solch ein Roboter hört. Man stelle sich streitende, kleinere Geschwister vor. Bei einer Eskalation könnte das eine Kind den Roboter auf das andere Kind hetzen. Der Ansatz von Neura Robotics dürfte solch ein Risiko reduzieren: Bei Maira wiederholt der Roboter in Befehl und wartet auf eine Bestätigung. Erst dann wir er aktiv.

Alphabet ist allerdings auch bekannt dafür den Stecker zu ziehen wenn die Erfolge ausbleiben. So war es bei meiner vormaligen „Lieblingswette“ Makani. Ihr zu Erinnerung das Video, dass mich vor Jahren tief beeindruckt hatte:

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät rund um Robotik. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.

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