Hände für den Cobot – Teleoperateure

Bei der automatica 2019 hatte Schunk bereits seinen der menschlichen Hand nachgebildeten Greifer SVH vorgestellt. Er setzte die Bewegungen um, die die Mitarbeiterin vormachte:

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Das britische Unternehmen Shadow Robot hat nun den Ansatz mit eigener Hand und eigener Software weiterentwickelt und vielleicht perfektioniert. Die Hand macht 1:1 das nach, was der Mensch vormacht. Bekannt ist das Foto, dass einen begeisterten Jeff Bezos zeigt. Nun gibt es ein Video, dass zeigt, was mittelfristig möglich sein wird. Mittelfristig deshalb weil massentaugliche Lösungen heute noch zu teuer sind. Aus diesem Grund kommen als Anwendungsgebiete heute primär gefährliche Tätigkeiten (z.B. Bombenentschärfen) in Frage. Es gibt Anbieter, die den Bediener bei diesen Einsätzen mit einer VR-Brille ausstatten.

Ein Massenmarkt könnte entstehen

Interessant wird es, wenn es Cobots mit zwei Armen gibt (ein Hersteller arbeitet hieran als Alternative zum teueren Yumi) und eine Software die vormachende Bewegungen des Menschen in Progarmme umsetzt und dabei Varianzen am Objekt berücksichtigt. Dann gäbe es bis auf die Invesitionssumme keine größeren Hindernisse mehr für einen Masseneinsatz. Der Preis wird erfahrungsgemäß sinken und Kunden wie Kabelkonfektionierer arbeiten häufig im Schichtbetrieb. Dies hätte zwar nichts mehr mit Teleoperationen zu tun, dafür würde die Greiferhand effektiv eingesetzt.

Shadow Robotic ist ein weiteres Beispiel für den technologischen Verlust, den die EU durch den Brexit erfahren hat.

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch.

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