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Universal Robots mit deutlichem Umsatzrückgang in Q1

Der Marktführer Universal Robots hat offensichtlich im ersten Quartal 2020 einen höheren Umsatzrückgang hinnehmen müssen, der vermutlich nicht (nur) auf Corona zurückzuführen ist. Die ersten verfügbaren Quartalszahlen der Muttergesellschaft deuten jedenfalls hierauf hin. Der Lockdown und vor allem der anstehende Konjunktureinbruch dürfte dabei die Umsätze in Europa und Amerika noch nicht beeinträchtigt haben. Anders verhält es sich mit Asien und hier insbesondere China. In Asien erlöste UR im vierten Quartal 2019 18,7 Mio$ und im Vergleichsquartal Q 1 2019 14,4 Mio€. Im Geschäftsbericht 2019 ist zu lesen:
„Commencing in early February 2020, the coronavirus outbreak has resulted in disruption to our business operations in China (…). At this time, the disruption has not had a material adverse impact on our business.“
UR gehört zur Sparte „Industrial Automation“. Deren Wachstum wurde zuletzt vor allem durch die im April 2019 akquirierten AMR von MIR angetrieben. Der Umsatzanteil von UR am Gesamterlös der Sparte sank zuletzt auf rund 80%. Bezogen auf die im ersten Quartal 2020 erlösten 60 Mio$ der Sparte dürfte der UR-Umsatz somit bei weniger als 50 Mio$ gelegen haben. Sicherlich ein herber Rückschlag und dies vor dem Konjunktureinbruch in Europa und den USA.
Kuka hatte in Q 1 einen Umsatzrückgang von 15%, der Auftragseingang sank um 1/4 (Link).


Bemerkenswert ist die unveränderte Offensiv-Strategie, die UR zuletzt mit einer aufwändigen Internet-Messe unter Beweis stellte. Der Umsatzrückgang bei UR ist definitiv nur der geringeren allgemeinen Nachfrage geschuldet und nicht selbstverschuldet. Zudem konnte die Muttergesellschaft noch rechtzeitig ein Aktienrückprogramm über 250 Mio$ stoppen, so dass der Konzern über weitaus mehr Cash als die meisten Wettbewerber verfügen dürfte.

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Der Autor dieses Blogs ist zertifizierter Bafa-Berater (Bundesbehörde). Die Bafa finanziert seit dem 03.04. von durch Corona in Schwierigkeiten geratene Unternehmen Beratung zu 100% bzw. bis 4.000 € netto. Aus der Betriebswirtschaft kommend, besteht eine hundertfache Erfahrung in der Ermittlung des Liquiditätsbedarf und der Darstellung der Kapitaldienstfähigkeit. Ab 2015 kam die Robotik hinzu. Daher ist eine vom Staat finanzierte „Doppel-Beratung“ (Finanzierung & Robotik) – auch am Telefon – jetzt möglich. Alternativ auch eine „Einzel-Beratung“. Der Staat bezahlt sie. Details und Links finden Sie hier.

Das Standardbuch „Einführung in die Mensch-Roboter-Kollaboration“ stammt ebenfalls aus seiner Feder.