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Weitreichender Cobot-Einsatz in Fertigung

Während so mancher neuer Cobot-Hersteller als Kunden vor allem Lehr- und Forschungseinrichtungen (Universitäten) vorweist und kaum industrielle Referenzen nennen kann, sind etablierte Anbieter wie Universal Robots, Omron, Doosan oder Fanuc traditionell auch in Unternehmen Zuhause.

Universal Robots hat mit dem amerikanischen Hersteller von Fahrwerkskomponenten, der thyssenkrupp Bildstein, eine besondere Referenz. Das Unternehmen litt vor Corona unter Arbeitskräftemangel in seinem Gebiet. Wachstum war daher nur durch die Automatisierung der Maschinenbedienung und – bestückung und Produktinspektion möglich. Die im Sommer 2019 eingesetzten neun Cobots sollten in der Folge um 40 weitere Cobots ergänzt werden. Seit Corona dürfte das Fertigungsvolumen zwar gesunken sein, doch dürfte der Kostendruck gestiegen sein. Denn selbst wenn das Unternehmen als Folge länger laufender Verträge noch die alten Preise erzielt, die Fixkosten müssen nun von geringeren Stückzahlen getragen werden.  Mit dem Einsatz der Cobots wurde zugleich der Ergonomie verbessert und die Flexibiltät erhöht. Die Flexiblität in mehrfacher Hinsicht: Kleinere Losgröße (einfachere Programmierung) wie auch Mobilität der Cobots (auf Wagen montiert können sie schnell zum nächsten Einsatzort geschoben werden). Alles bekannte Gründe, die für Cobots sprechen, aber nicht oft genug wiederholt werden können. Denn erst 5% der KMU, die Cobots nutzen könnten, nutzen diese auch.

Im Video zu sehen ist auch das Zusammenspiel zweier Cobots zu sehen.

Sollte das Unternehmen tatsächlich weitere 40 Cobots kaufen, hätte es ein ernstes Problem: Da jeder Cobot nach einem Präsidenten benannt ist (clevere Lösung um sie zu unterscheiden), bräuchte es 49 Präsidenten. Die USA hatten bislang aber erst 45. Vielleicht ein weiterer Grund gegen eine Wiederwahl von Trump.

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Der Autor dieses Blogs ist zertifizierter Bafa-Berater (Bundesbehörde). Die Bafa finanziert seit dem 03.04. von durch Corona in Schwierigkeiten geratene Unternehmen Beratung zu 100% bzw. bis 4.000 € netto. Aus der Betriebswirtschaft kommend, besteht eine hundertfache Erfahrung in der Ermittlung des Liquiditätsbedarf und der Darstellung der Kapitaldienstfähigkeit. Ab 2015 kam die Robotik hinzu. Daher ist eine vom Staat finanzierte „Doppel-Beratung“ (Finanzierung & Robotik) – auch am Telefon – jetzt möglich. Alternativ auch eine „Einzel-Beratung“. Der Staat bezahlt sie. Details und Links finden Sie hier.

Das Standardbuch „Einführung in die Mensch-Roboter-Kollaboration“ stammt ebenfalls aus seiner Feder.