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Voith hat 2018 Franka Emika mit 550 MioEuro bewertet

Im April 2018 stieg der Familienkonzern Voith beim Münchner Startup Franka Emika, dem Hersteller des 7-achsigen Roboters „Panda“, ein. Im Bericht „digitale transformation Halbjahresbericht 2018“ bezifferte Voith auf S. 28 die Beteiligungshöhe mit 10%.

Diese Tage nun hat Franka Emika seine Bilanz 2018 veröffentlicht. Neben dem eher moderaten Jahresverlust von 5,9 MioEuro (man begann erst im Frühjahr mit den ersten Verkäufen) ragt vor allem die um 55 MioEuro gestiegene Kapitalrücklage heraus. Unterstellt man, dass die übrigen Franka-Gesellschafter Franka-Team UG und die Haddadin Beteiligungs UG kein Geld (woher?) eingeschossen haben, dürfte die Erhöhung der Rücklage vom neuen Gesellschafter stammen. Wenn Voith für 10% 55 MioEuro gezahlt hat, wurde Franka folglich mit 550 MioEuro bewertet. (Für den Verkauf seiner Kuka-Anteile hatte Voith übrigens 1,149 MrdEuro erhalten.)

Zum Jahresende 2018 verfügte Franka Emika noch über Finanzanlagen in Höhe von 32,5 MioEuro und Flüssige Mitteln in Höhe von 18 MioEuro.

Wenn Franka Emika im Frühjahr 2018 mit 550 MioEuro bewertet wurde und sich seitdem gut entwickelt hat (in wenigen Monaten dürfte die Einführung eines echten Industrie-tauglichen Roboters mit bis zu 10 kg Traglast anstehen), könnte das Unternehmen schon bald mit 1 MrdEuro bewertet werden und somit zu der seltenen Gruppe der „Einhörner“ zählen. (Nachtrag im Juli 2020: Ob der erwähnte neue Roboter kommt, scheint zwischenzeitlich nicht mehr gesichert. Zudem wird aktuell der Panda sehr günstig angeboten. Dies sowie Corona lassen eine hohe dreistellige Bewertung derzeit für unwahrscheinlich erscheinen. Allerdings will Franka angeblich in wenigen Jahren 1 Mio. Roboter p.a. absetzen.)

Der Autor dieses Blogs steht für Marktrecherchen oder auch einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung zum Festpreis zur Verfügung (Detail), um dann konkrete Vorschläge für den Einsatz von Cobots und anderen Robotern incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht. U.a. in Bayern ist  eine 50%ige Investitionsförderung denkbar. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von ihm.