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Danube Dynamics: Flexibles und preiswertes Bin Picking

Bei der vergangene Woche stattgefundenen Motek-Messe lernte ich Edwin Schweiger (Foto oben) kennen. Er hat zusamen mit Nico Teringl und Philipp Knaack 2020 das Linzer Startup Danube Dynamics gegründet. Das KI-Unternehmen hat bereits interessante Lösungen im Portfolio bzw. der Entwicklung.

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Gemischte Finanzierung

Eines vorweg: Danube Dynamics steht in keiner Verbindung zum Erfinder der Roboterhaut “AIRSKIN”, der Blue Danube Robotics (sitzt zudem in Wien). Danube Dynamics finanziert sich bis zur geplanten Markteinführung Mitte bis Ende Q. 1 2023 über Entwicklungsaufträge, einem sechsstelligen Investment von Business Angels aus dem universitärem Umfeld und Förderungen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH. Immerhin beschäftigt das Unternehmen bereits eine zweistellige Anzahl an Mitarbeitern, so dass der genannte Kapitalbedarf bis zur Markteinführung in Höhe von 1,5 Mio. Euro gut nachvollziehbar ist. Wie im nachfolgenden Video betont wird, umfaßt das Know how nicht nur KI, sondern auch die Hardware-Entwicklung. Der Gewinn des Startup-Preises in Linz spricht für sich, wird die dortige Region doch sehr stark von innovativen Unternehmen geprägt (z.B. Keba – Kooperationspartner von Danube Dynamics, Agrilox, Fronius).

auros – flexibles Bin Picking

An diesem Mittwoch (12.10.22) lädt das Unternehmen zum Produkt-Launch seines ersten Produktes nach Linz ein (Link). „auros for robotics“. Für Ende Februar 2023 ist ein “Release Event” geplant. Die Software ist bereits bei zwei Testkunden im Einsatz.

“auros for robotics” wird als eine hoch-flexible Lösung zur Automation von manuellen Arbeitsplätzen im Bereich Bin Picking gesehen. Der Endanwender selber kann die Artikel einlernen. “auros” ist intuitiv und flexibel einsetzbar. Die Software erkennt die Artikel (also Objekterkennung) und sucht sich den idealen Greif- oder Saugpunkt. Hierbei hilft, dass sie mit Varianzen umgehen kann. Die Software arbeitet mit allen gängigen Cobot- und sonstigen Roboter-Armen und benötigt keine Cloud (also Edge). Der schnelle ROI wird durch zwei Faktoren erreicht: Ihr Preis und sie ist vom Nutzer schnell umrüstbar. D.h. neue Artikel können binnen kurzer Zeit eingelernt werden. Damit eignet sich “auros” besonders für flexible Fertigungen/ Logistik-Aufgaben, auch mit kleinen Stückzahlen.

Zum Lieferumfang und Preis: Ein auros-System beinhaltet Hardware (effizienter IPC + 3D Kamera + EoA Adapter, jedoch kein Greifer), und Software (industrietaugliches Betriebssystem + Skills zum Unterscheiden und Greifen von Objekten + Anbindung an UR über URCaps) für 15 Tsd. € Listenpreis.
Außerdem wird ein Dev-Kit (nicht für produktiven Einsatz) um 7 Tsd. € Liste angeboten werden.

Sicherheitstool für mobile Roboter ist in der Pipeline

Insbesondere für AMR gedacht ist eine weitere Lösung. Sie soll unaufmerksame Mitarbeiter während der Fahrt des mobilen Roboters erkennen und so diesen warnen. Denn von der Person ist aus dem genannten Grund keine Aufmerksamkeit zu erwarten. Das Foto läßt erahnen, dass der gezeigte Mitarbeiter etwas anderes im Kopf hat. Entsprechend wird er rot markiert und der AMR wird gewarnt.

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In eigener Sache/ Werbung
Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Opdra beteiligt. Er berät KMU rund um Robotik – bis zu 50% Förderung hierbei sind möglich. Permanent auf der Suche nach interessanten Lösungen hat er schon hunderte Applikationen gesehen. Aus diesem Grund gehören auch Großunternehmen zu seinen Kunden, die zwar über Know how verfügen, aber nicht den gesamten Markt kennen. Mehr zu seiner Person finden Sie hier.