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Im Abschwung eine Option: Retrofit und Robotik

Ein wenig geschockt von der Aussage der Chefin des Laser-Spezialisten Trumpf habe ich diesen Beitrag geschrieben. Frau Leibinger-Kammüller sagte gegenüber der FAZ, dass ihre Firma einen Auftragsrückgang von 10% spürt und dieser in der Branche bei 25% liegt. (Leider ist die „Branche“ nicht spezifisiert. Wenn es nur um Laser geht und Trumpf als stabiler Anker den Rückgang reduziert hat, müßten die Wettbewerber eher bei minus 40% liegen.) Trumpf würde keine Neueinstellungen mehr vornehmen und Investitionen reduzieren, so Leibinger-Kammüler.

Gerade in der Fertigung haben sich im Boom größere Investitionen angeboten um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen:

  1. Vollautomatisierung bzw. ein höherer Automatisierungsgrad. Dies nicht nur um Geld zu sparen, sondern auch um den Fachkräftemangel zu mindern bzw. eine Nachtschicht und somit zusätzliche Kapazitäten zu ermöglichen.
  2. Digitalisierung, wobei es ja bereits interessante Retrofit-Lösungen im Bereich Sensorik gab und seit kurzem auch Fertigungsbildschirme mittels Kamera so ausgelesen werden können, dass ihre Daten ohne Schnittstelle digitalisiert werden können. (Der Verfasser hat übrigens beste Kontakte sowohl zu Start-ups im Bereich Sensorik wie auch dem „Bildschirmausleser“.)

Im Abschwung könnte eine günstigere Variante zur Vollautomatisierung der verstärkte Einsatz von Cobots in Zusammenarbeit mit Sensoren/ Bildschirmauslesen sein, die dann Mitarbeiter unterstützen. Dies gilt umso mehr, wie aus Cobots zunehmend Hybrid Roboter werden, die auch fahren können. Ein Cobot kann dann mehrere Stationen bedienen.

Im Video wird ein Werkzeug-Rohling in eine Messmaschine gelegt und vermessen. Diese verfügt über keine Schnittstelle. Somit stellte sich die Frage, wie ein digitaler Zwilling ohne aufwändige Großinvestition erstellt werden könnte. Lösung: Auslesen des Bildschirmes der Messmaschine, Roboter übernimmt Handling des Rohlings und tippt die ausgelesenen Daten in die Datenbank ein. Hört sich nicht nach IoT an, ist es aber.

Der Autor dieses Blogs steht für  einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung oder auch für Marktrecherchen zur Verfügung (Detail), um dann konkrete Vorschläge für den Einsatz von Cobots und anderen Robotern incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht. U.a. in Bayern ist  eine 50%ige Investitionsförderung denkbar.