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Kleine Industrieroboter anstelle von Cobots?

Die Vorteile der Cobots gegenüber Industrierobotern bestehen bekanntlich in ihrem niedrigerem Preis, insbesondere wenn die Zusatzkosten/ Umtriebe aus Programmierung und Umzäunung berücksichtigt werden. Im Gegenzug muss der Nutzer der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) eine langsamere Geschwindigkeit und eine geringere Flexibilität akzeptieren.
Gerade wenn die Reichweite nicht von solcher Bedeutung ist, können Industrierroboter interessant sein. Denn der Sicherheitsaspekt ist dann leichter zu händeln. Statt einer ganzen Fertigungsstraße wie in der Automobilindustrie üblich, braucht dann nur ein kleinerer Arbeitsplatz eingezäunt werden. Im Gegenzug profitiert der Nutzer von der höheren Geschwindigkeit. Somit verbleibt als Nachteil der klassischen Roboter nur noch der komplexere Programmieraufwand und ihr höherer Preis. Ein deutsches Startup (Konstanz) bietet hier Abhilfe: Der Roboter der Firma fruitcore GmbH trägt den Namen“Horst“, wobei „Horst“ für „Highly Optimized Robotic Systems Technology“ steht. Der Roboter hat 6 Achsen, kann nur 3 kg heben (wiegt aber 50 kg!) und hat eine Reichweite von knapp 91 cm. Zu seinen Besonderheiten zählen die hohe Geschwindigkeit (dank neuartigen Viergelenkketten), die hohe Wiederholgenauigkeit (0,05 mm), die sehr leichte Bedienbarkeit, Herstellung in Deutschland und der Preis, der mit Umhausung bei 25.000 € liegt.

Dank der intuitiven Benutzeroberfläche soll der Roboter in 30 Minuten einsetzbar sein und erreicht damit das Niveau der besten Cobots, wie dem Panda von Franka Emika. Neben „Horst“ gibt es weitere kleine, interessante Cobot-Alternativen.

Der Autor dieses Blogs steht für  einen Gang durch Ihre Produktion/ Fertigung oder auch für Marktrecherchen zur Verfügung (Detail), um dann konkrete Vorschläge für den Einsatz von Cobots und anderen Robotern incl. Fördermöglichkeiten zu unterbreiten. Es werden sowohl KMU wie Groß-Unternehmen besucht. U.a. in Bayern ist  eine 50%ige Investitionsförderung denkbar.