Cobots mit Industrieroboter-Geschwindigkeitkeit (Übersicht)

Die zuletzt neu vorgestellten Cobots sind häufig nicht nur für die Mensch-Roboter-Kollaboration konzipiert, sondern auch für schnelles Stand-alone-Arbeiten. In diesem Beitrag werden die Modelle anhand wichtiger Kennziffern visuell verglichen. Berücksichtigt werden Comau Racer-5, Neura Robotics Maira, ABB Swifti, Mitsubishi Melfa Assista und Fanuc CRX-10iA, Nicht dargestellt wird die “Airskin-Fraktion”. Hierunter werden die Industrieroboter verstanden, die entweder direkt beim Kauf oder separat mit einer Schutzhaut ausgestattet werden. Hierdurch ist ein kollaboratives Arbeiten möglich. Der Maira von Neura Robotics ist nicht lieferbar. In der nachfolgenden Grafik ist er der Cobot mit der größten Traglast – allerdings noch nicht erprobt in der Praxis:

Die Darstellung Geschwindigkeit und Reichweite hebt den Fanuc hervor:

Cobots mit hoher Geschwindigkeit stellen Prognosen in Frage

Die Prognosen für den Absatz kollaborativer Roboter sind seit Jahren positiv. Die entsprechenden Marktprognosen wurden allerdings bereits vor Corona nicht erreicht. Als Gründe für die Abweichungen wird der in der Praxis seltene Fall des kollaborativen Arbeitens genannt. Hinzu kommt, dass der klassische Cobot als Folge der Arbeitsschutzbestimmungen eine niedrigere Taktzeit als ein Mensch aufweist. Letzeres wird durch die neuen Cobots behoben, zumindest wenn sie alleine arbeiten. Letztlich zeigt diese Entwicklung, dass die Prognosen kaum zutreffen. Laut Marktstudien liegt der Marktanteil von Universal Robots knapp unter 50%. Bei einem UR-Umsatz im Corona-Jahr 2020 von leicht über 200 Mio. US-$ ergibt sich somit ein gesamtes Marktvolumen von etwas über 400 Mio. US-$ – weltweit. Bayern München konnte im Vorjahr übrigens 700 Mio. Euro erlösen. Dieser etwas ungewöhnliche Vergleich bestätigt wiederum eine Grundaussage der Prognosen: Es ist noch sehr viel Luft nach oben vorhanden.

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Der Autor dieses Blogs ist maßgeblich am KI-/ Robotik-Projekt Boost-Bot beteiligt. Er berät Robotik-Firmen und Investoren bei den Fragen Markt (-eintritt)/ Business Development und Finanzierung/ Förderungen. Das Standardbuch über Cobots stammt ebenfalls von Guido Bruch.

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